Ärzte Zeitung, 29.04.2004

Rekordzahl bei FSME-Infizierten in Deutschland

STUTTGART (dpa). Die Zahl der Erkrankungen durch Zeckenstiche ist im vergangenen Jahr trotz des enorm trockenen Sommers auf Rekordhöhe gestiegen.

Nach Angaben des baden-württembergischen Gesundheitsamtes wurden 2003 bundesweit mehr als 270 Patienten mit Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) registriert, die meisten davon in Baden-Württemberg und Bayern. Die Behörde erklärte die steigende Zahl trotz zunehmender Impfungen auch mit einem verbesserten Meldewesen. Es seien jedoch auch immer mehr Holzböcke Träger des FSME-Virus.

"In den 80er Jahren lag die Befallsrate bei einem Promille, aktuell liegt sie bei mindestens dem Zehnfachen", sagte Professor Peter Kimmig vom Landesgesundheitsamt. In Deutschland gibt es FSME-Risikogebiete außer in Baden-Württemberg und Bayern auch in Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz (wir berichteten).

Nach Ansicht Kimmigs hat auch die Gefahr anderer von Zecken übertragenen Infektionskrankheiten wie der Borreliose in den vergangenen zehn Jahren europaweit zugenommen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »