Ärzte Zeitung, 19.05.2006

Schutz vor FSME ist jetzt ganz wichtig

Es gibt keine kausale Therapie

NEU-ISENBURG (eis). Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist zwar selten, aber gegen die potentiell lebensbedrohliche Krankheit gibt es keine kausale Therapie. Maßnahmen zum Vermeiden von Zeckenstichen und Impfen sind daher zur Zeit für Menschen in FSME-Risikogebieten sehr wichtig.

FSME-Risikogebiete 2006 zum Download als PDF (1 MB):
Die Grafik zu den FSME-Risikogebieten können Sie hier herunterladen
Quelle: Robert-Koch-Institut

Erkrankungsrisiko: Ein bis fünf Prozent der Zecken in Risikogebieten können nach Angaben des RKI Träger von FSME-Viren sein. Etwa 30 Prozent der infizierten Menschen erkranken, zehn Prozent bekommen eine Meningoenzephalitis. Jeder 50. bis 100. mit ZNS-Beteiligung stirbt.

Impfen ist daher allen Menschen zu empfehlen, die sich in Risikogebieten in der Natur aufhalten. Vor allem auch über 50jährige brauchen den Schutz, da sie ein erhöhtes Risiko für Komplikationen haben. Bei Bewohnern von Landkreisen mit FSME-Risiken wird die Impfung von der Krankenkasse bezahlt, bei Reisen in Risikogebiete ist sie ein IGeL-Angebot.

Zwei Impfstoffe gegen FSME gibt es: Encepur® und FSME IMMUN. Nach zwei Dosen im Abstand von etwa einem Monat besteht nach RKI-Angaben ein zeitlich begrenzter Schutz, etwa für Urlauber. Es gibt auch die Möglichkeit einer Schnellimmunisierung mit drei Dosen. Für einen längeren Schutz ist eine dritte Dosis nach einem halben bis einem Jahr nötig und alle drei Jahre ein Booster. Bei Encepur® reichen nach der ersten Auffrischung bei zwölf- bis 49jährigen Booster alle fünf Jahre.

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