Epidemiologie der FSME gibt immer noch Rätsel auf

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MÜNCHEN (wst). Soldaten im Manöver sind eine Hochrisikogruppe für Krankheiten, deren Erreger von Zecken übertragen werden. Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München erforscht daher solche Krankheiten wie Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME).

Die Epidemiologie der FSME gibt noch immer viele Rätsel auf, so Dr. Gerhard Dobler von dem Institut auf einer Pressekonferenz der Bayerischen Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen. So haben sich zum Beispiel alle Versuche zerschlagen, Zeckendichte und -aktivität oder die FSME-Häufigkeit anhand des Verlaufs einer Jahreszeit vorherzusagen. Weder kalte noch warme Winter, weder trockene noch feuchte Frühjahre, weder schnelle noch langsame Temperaturwechsel waren konsistent mit bestimmten Tendenzen der Zecken-Entwicklung oder FSME verknüpft.

Zecken bevorzugen milde, feuchte und buschreiche Biotope. Warum aber in einem Verbreitungsgebiet eine hohe Durchseuchung der Spinnentiere mit dem FSME-Virus zu finden ist, aber im anderen, oft nur wenige Kilometer entfernten Areal, das Virus trotz identisch hoher Zeckendichte und ähnlicher Wirtsfauna nicht nachgewiesen wird, ist unklar. Auch Untersuchungen mit Satellitenbildern von Regionen mit hohem Zeckenbefall und hoher Belastung mit FSME-Viren habe keine geografischen, botanischen oder anderen Auffälligkeiten ergeben.

Angesichts dieser Unwägbarkeiten ist die Impfung in Risikogebieten die verlässlichste Methode, einer FSME vorzubeugen, betonte Dobler. Epidemiologische Untersuchungen haben bestätigt, dass die FSME-Inzidenz in der Bevölkerung mit steigenden Impfraten abnimmt.

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