Ärzte Zeitung, 07.03.2014

Aktive Zecken

Die Zeit drängt für die Impfung gegen FSME

ULM. Anfang März sollten sich Menschen in Risikoregionen möglichst gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen lassen oder den Schutz auffrischen, betont die Gesellschaft für Virologie (GfV).

Das Gleiche gilt für Menschen, die einen Urlaub in Risikoregionen planen und in die Natur gehen möchten. Dank milder Temperaturen seien Zecken regional schon aktiv, so die GfV in einer Mitteilung. Eine Karte der Risikoregionen gibt es beim Robert Koch-Institut (www.rki.de).

20 Zecken-Arten übertragen hierzulande die FSME-Viren. Die Spinnentiere lieben es feucht und halten sich gerne auf Wiesen und im Unterholz auf. Ein Infektionsrisiko besteht in der Regel bis in den Spätherbst.Die meisten Menschen stecken sich mit FSME bei Freizeitaktivitäten.

Das FSME-Virus zirkuliert hauptsächlich zwischen Zecken und Mäusen, aber auch Rehe, Wildschweine, Ziegen oder Rinder sind infizierbar. "Am besten lassen sich Menschen in FSME-Risikogebieten bereits im Winter impfen", so die GfV.

Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Teilimpfungen. Für einen mehrjährigen Schutz ist eine dritte Impfung nach etwa einem Jahr nötig.In Deutschland kommen die Erreger vor allem in Bayern und Baden-Württemberg vor sowie in Südhessen, Thüringen und Teilen von Nordhessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Möglicherweise als Folge der Klimaveränderungen kamen in den vergangenen Jahren jedoch immer wieder neue Verbreitungsgebiete hinzu, etwa in Nordeuropa, in Alpentälern und in einigen Mittelgebirgsregionen.

Im vergangenen Jahr wurden dem Robert Koch-Institut 420 Infektionen gemeldet. Etwa ein Prozent der Fälle endet tödlich, so die GfV. (eis)

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