Ärzte Zeitung, 16.01.2004

Färbemethode erleichtert die Tumor-Resektion

DÜSSELDORF (dpa). Mit einem neu entwickelten Farbstoff wollen Forscher der Universität Düsseldorf das Entfernen bösartiger Hirntumore sicherer machen.

Bei dem vom Neurochirurgen Dr. Walter Stummer entwickelten Verfahren wird das Krebsgewebe farblich markiert und so für den Operateur deutlich sichtbar. Dadurch werde es möglich, gezielt nur den Tumor zu entfernen, ohne benachbartes, gesundes Gewebe zu gefährden, erklärte der Wissenschaftler.

Nach Abschluß klinischer Studien im Februar soll das Verfahren bis Ende des Jahres zugelassen werden. Mit bisherigen Färbe-Methoden konnte nach Angaben Stummers keine verläßliche Trennung von erkranktem und gesundem Gewebe erzielt werden. Der neue Wirkstoff 5-ALA (5-Aminolävulin-Säure) reichert sich in Tumorgewebe an und wird dort in einen fluoreszierenden Farbstoff umgewandelt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »