Direkt zum Inhaltsbereich

Deutlich weniger Tote durch Magenkrebs

LAUSANNE (dpa). In Europa sterben immer weniger Menschen an Magenkrebs. Die Todesrate hat sich zwischen 1980 und 1999 in der Europäischen Union etwa halbiert (wie bereits kurz berichtet). Das belegt eine internationale Studie, die Dr. Fabio Levi von der Universität Lausanne geleitet hat.

Veröffentlicht:

Diese Entwicklung sei in allen Altersklassen zu beobachten und wird sich nach Einschätzung der Forscher fortsetzen. Die Verbesserung erklärt sich das Team durch eine vielfältigere Ernährung und eine bessere Aufbewahrung der Lebensmittel.

Weitere Gründe seien eine verbesserte Kontrolle von Mageninfektionen und - zumindest bei den Männern - ein Rückgang des Tabakkonsums. Nicht bestimmen lasse sich, welchen Anteil eine verbesserte Krebsdiagnose und -behandlung am Rückgang der Todesrate hat.

Analysiert wurden die Todesursachen zwischen 1950 und 1999 in 25 europäischen Ländern. Zwischen 1980 und 1999 ging die Magenkrebs-Mortalitätsrate in der EU bei Männern von 18,6 auf 9,8 pro 100 000 zurück, bei Frauen von 8,9 auf 4,6.

Auch in Osteuropa und Russland wurde ein Rückgang registriert. Allerdings bestanden in dieser Hinsicht große Unterschiede zwischen den Ländern: In Russland zum Beispiel liegt die Magenkrebs-Mortalitätsrate fünfmal höher als in skandinavischen Ländern, in Frankreich oder in der Schweiz.

Allgemein tritt Magenkrebs häufiger in Zentral- und Osteuropa, Portugal, Italien und Spanien auf. Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Annals of Oncology" (15, 2004, 338) veröffentlicht.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Schutzmechanismus entdeckt?

Warum Krebs im Herzen selten vorkommt

Registerauswertung aus neun Bundesländern

Mehr Darmkrebs-Neudiagnosen bei Jüngeren in Deutschland

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hautärztliche Empfehlungen

Welche Ernährung bei Akne ratsam ist

Pro & Contra

Betablocker nach Herzinfarkt – Standard oder Einzelfallentscheidung?

Lesetipps
Hausarzt Florian Vorderwülbecke mit seiner Tasche

© Vincenz Vorderwülbecke

Auf Haus- und Heimbesuch

Die perfekte Hausbesuchstasche: Worauf Sie beim Packen achten können

Viel hilft viel? Die Studienlage zu Probiotika ist im besten Falle durchwachsen.

© Romario Ien / stock.adobe.com

Dissens in Bezug auf Wirksamkeit

Wem oder wogegen helfen Probiotika?

In Deutschland machen frühe Erkrankungen mit Darmkrebs (EOCRC), also vor dem 50. Lebensjahr circa 5 Prozent der Neudiagnosen aus.

© Dmytro / stock.adobe.com

Registerauswertung aus neun Bundesländern

Mehr Darmkrebs-Neudiagnosen bei Jüngeren in Deutschland