Ärzte Zeitung, 20.02.2004

Häufig Embolien nach einer Chemotherapie

AMSTERDAM (ikr). Nicht nur nach operativen Eingriffen, sondern auch während und nach einer Chemotherapie haben Krebspatienten ein recht hohes Risiko für venöse Thrombembolien. Das hat jetzt eine Studie mit mehr als 200 Patienten ergeben.

Eine Arbeitsgruppe um Dr. Hans-Martin Otten vom Slotervaart Hospital in Amsterdam hat die Krankendaten von 206 Patienten durchgesehen, die eine Chemotherapie aufgrund eines Malignoms erhalten hatten (Arch Inter Med 164, 2004, 190). Die Chemotherapie dauerte im Mittel 23 Wochen. Nur ein Patient wurde aufgrund einer künstlichen Herzklappe mit einem Antikoagulans behandelt.

Aus den Akten war ersichtlich, daß 15 Patienten, also etwa sieben Prozent, bereits während der Chemotherapie oder innerhalb von drei Monaten danach eine venöse Thrombembolie bekommen hatten. Die jährliche Inzidenz dieser Komplikation beträgt nach den Berechnungen der Forscher knapp elf Prozent.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »