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Olivenölhaltiges i.v.-Präparat für Krebspatienten

BERLIN (grue). Für die parenterale Ernährung von Tumorpatienten gibt es jetzt einen Dreikammerbeutel auf Basis von Olivenöl. Die Fettemulsion enthält reichlich einfach ungesättigte Fettsäuren, die immunologisch neutral sind.

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Die Fettkomponente im Dreikammersystem OliClinomel® stammt zu 80 Prozent aus Oliven und zu 20 Prozent aus Sojabohnen. Diese Mischung enthält weniger mehrfach ungesättigte Fettsäuren als reines Sojabohnenöl und entlastet das Immunsystem. Das hat Dr. Gudrun Zürcher von der Uni-Klinik Freiburg auf einer Veranstaltung des Unternehmens Baxter beim Deutschen Krebskongreß in Berlin berichtet.

Denn die in Sojabohnen reichlich enthaltene Linolsäure kurbelt die Produktion entzündungsfördernder Prostaglandine an. Eine Fettemulsion mit viel Olivenöl liefert dagegen mehr immunologisch neutrale Fettsäuren und zudem Linolensäure, die die Immunzellfunktion in vitro verbessert.

Tumorpatienten sollten sich fettreich ernähren, so Zürcher, da die Patienten eine gesteigerte Fettoxidation haben. Tumorkranke, die während einer Therapie voraussichtlich länger als eine Woche kaum Nahrung zu sich nehmen können, sollten künstlich ernährt werden. Denn Gewichtsverlust und Mangelernährung verschlechterten Prognose und Lebensqualität, so Zürcher, die die einzige deutsche Fachabteilung für Ernährungsmedizin und Diätetik leitet.

"Im Krankenhaus verliert fast die Hälfte der Tumorpatienten mehr als zehn Prozent ihres Ausgangsgewichtes", bemängelte Zürcher. Mit einer frühen parenteralen Ernährung werde gegengesteuert. Auch zu Hause können sich Patienten parenteral ernähren, etwa während einer ambulanten Chemotherapie. Meist liegt dann schon der zentralvenöse Zugang. Für etwa 80 Prozent der Mangelernährten reichen standardisierte Ernährungstherapien zum Beispiel aus Mehrkammerbeuteln. Die neue Mischung mit Olivenöl gibt es in Formulierungen für die peripher- und zentralvenöse Ernährung.

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