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IM GESPRÄCH

Zug gegen Krebs: eine originelle und gelungene Aktion

Veröffentlicht:

Von Ursula Gräfen

Entlang des Mains mitten in Frankfurt steht zur Zeit ein 375 Meter langer Zug: der Europäische Zug gegen Krebs, der danach auf Deutschland-Tour ist. In fünf Waggons ist hier eine lebendige Info-Ausstellung zu besichtigen (wir berichteten).

Ziel dieser Aktion ist, über Krebs aufzuklären. "Wir wollen die breite Bevölkerung für das Thema sensibilisieren", so Peter Zündorf, Geschäftsführer von Aventis Deutschland, gestern bei der Eröffnung des Zugs gegen Krebs, der eine Initiative des Pharma-Unternehmens ist.

"Der europäische Zug gegen Krebs ist eine originelle und außerordentlich gelungene Aktion. Sie hilft, das Tabuthema Krebs aufzubrechen", sagt Professor Michael Bamberg aus Tübingen, Vorstandsmitglied der Deutschen Krebsgesellschaft. Die Gesellschaft ist einer der Partner Initiative. Die "Ärzte Zeitung" ist ein weiterer.

Der Zug gegen Krebs steht unter dem Motto "Mehr Wissen bekämpft Krebs". Hier aufzuklären ist auch bitter nötig. Denn: "Krebs wird unglaublich und unvorstellbar tabuiert", so Professor Diethelm Wallwiener aus Tübingen von der Deutschen Gesellschaft für Senologie, einem weiteren Partner der Initiative.

Die Menschen haben Angst vor dieser unheimlichen Krankheit und scheuen die Auseinandersetzung damit. Deshalb geht auch nur jeder fünfte Mann und jede zweite Frau zur Vorsorge.

Doch durch Früherkennung könnten 30 Prozent der Krebserkrankungen heute verhindert werden, so Bamberger. Und: "Wir müssen heute überhaupt nicht den Kopf in den Sand stecken." Jeder zweite Krebspatient könne geheilt werden.

Wissen, Bewußtsein und Verständnis - "nur das nimmt die Angst", betonte Wallwiener. Und dazu soll der Europäische Zug gegen Krebs einen Beitrag leisten. Nach Frankfurt läuft der Zug noch München (24./25. April) und Hamburg (26./27. April) an.

Straßburg ist dann am 3. und 4. Mai die letzte Station. Bisher ist der Zug durch Belgien und Frankreich gefahren, dort ist das Interesse sehr groß gewesen.

"Allein an der letzten Station in Paris sind 8000 Besucher gekommen", berichtet Zündorf. Er hofft zusammen mit allen Partnern, daß der Zug in Deutschland auf genauso großes Interesse stößt, daß Interessierte, Patienten und Angehöri ge die Ausstellung besuchen. Aber auch viele Ärzte, denn auch für sie lohnt sich ein Besuch.

Der Europäische Zug gegen Krebs ist jeweils von 9 bis 19 Uhr (in München bis 19.30 Uhr) für Besucher geöffnet. Täglich zwischen 16.30 und 18 Uhr stehen zwei Krebs-Experten für Gespräche zur Verfügung. Infos gibt es auch auf der Website www.zuggegenkrebs.com

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Wichtige Initiative gegen den Krebs

Lesen Sie dazu auch: Krebs - eine Erkrankung wider alle Natur

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