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Lernprobleme nach Krebserkrankung

NEW ORLEANS (ner). Kinder, die eine akute lymphatische Leukämie (ALL) oder einen Gehirntumor überlebt haben, haben später überdurchschnittlich oft Aufmerksamkeits- und Lernprobleme. Mehr als 80 Prozent von ihnen kann mit Methylphenidat geholfen werden, so Dr. Raymond K. Mulhern beim Kongreß der American Society of Clinical Oncology in New Orleans.

Veröffentlicht:

Mulhern und seine Kollegen aus Memphis im US-Staat Tennessee haben 54 Kinder im Alter von sechs bis 17 Jahren, die früher eine ALL oder einen Gehirntumor gehabt hatten, mit niedrigen Dosen Methylphenidat behandelt (0,3 mg/kg Körpergewicht, maximal 10 mg) oder mit moderaten Dosen (0,6 mg/kg, maximal 20 mg), und zwar Placebo-kontrolliert nach einem Zwei-Tage- und einem Drei-Wochen-Cross-over-Design.

Darunter wurden Kognition, Aufmerksamkeit, Hyperaktivität und andere Parameter anhand etablierter Skalen von Eltern und Lehrern beurteilt. 45 der 54 Kinder reagierten positiv auf die Behandlung, so Mulhern. Unerwünschte Wirkungen wie Reizbarkeit oder Schlafstörungen seien selten und Dosis-abhängig. Auch das soziale Verhalten und die Schulleistungen besserten sich.

Die Langzeiteffekte seien allerdings noch unklar, warnte Mulhern. Die Studie wird mit einer größeren Anzahl von Kindern über insgesamt zwölf Monate weitergeführt. Die optimale Dosis sollte anhand der Wirkungs-Nebenwirkungs-Relation individuell titriert werden, empfahl der Kinderarzt.

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