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Kombitherapie verlängert progressionsfreies Überleben von Patienten mit Pankreas-Ca

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Für Patienten mit nicht resektablem Pankreaskarzinom gibt es seit dem ASCO eine neue Option für die Erstlinientherapie: Die Kombination des Standard-Medikamentes Gemcitabin mit Oxaliplatin.

Mit der Kombination läßt sich die Ansprechrate von 17,3 Prozent (Gemcitabin) auf 26,8 Prozent erhöhen und das progressionsfreie Überleben der Patienten um zwei Monate verlängern. Weil die Zweierkombination aber keinen statistisch signifikanten Vorteil im Gesamtüberleben gebracht hat, gilt sie bislang nicht als neuer Behandlungsstandard.

Patienten hatten metastasierte oder lokal fortgeschrittene Tumore

So hat Dr. Florian Lordick vom Klinikum rechts der Isar der TU München bei einer Pressekonferenz des Unternehmens Sanofi-Synthelabo in Frankfurt am Main die Ergebnisse einer Studie zusammengefaßt, die erstmals bei der ASCO präsentiert wurden.

Dort hatte Professor Christophe Louvet aus Paris über die Endauswertung der multizentrischen, prospektiven GERCOR / GISCAD-Studie berichtet. 326 Patienten haben an dieser Phase-III-Studie teilgenommen. 30 Prozent hatten ein lokal fortgeschrittenes Pankreas-Ca, bei 70 Prozent war es zu Fernmetastasen gekommen.

Die in den Kontrollarm randomisierten Teilnehmer erhielten einmal pro Woche eine Gemcitabin-Infusion (1000 mg / m2 Körperoberfläche), die Patienten im Prüf-Studienarm bekamen einen Tag nach der Gemcitabin-Infusion zusätzlich Oxaliplatin (100 mg / m2 Körperoberfläche, Eloxatin®). Alle zwei Wochen wurde die Behandlung wiederholt.

Primärer Endpunkt der Studie war das Überleben, sekundäre Endpunkte waren progressionsfreies Überleben, Ansprechrate, klinische Besserung wie Schmerzen, Allgemeinzustand und Körpergewicht, die Verträglichkeit und die Lebensqualität.

Das progressionsfreie Überleben betrug im Prüf-Studienarm 5,8 Monate, im Kontrollarm überlebten die Patienten im Mittel 3,7 Monate progressionsfrei. In der Kontrollgruppe wurde eine 8-Monats-Überlebensrate von 45,3 Prozent und im Prüf-Studienarm von 56,5 Prozent erreicht. Die Unterschiede seien signifikant, sagte Lordick.

Ähnliche Überlebensraten in beiden Therapiegruppen

Unter der Gemcitabin / Oxaliplatin-Therapie überlebten die Patienten im Durchschnitt neun Monate, mit der Gemcitabin-Monotherapie 7,1 Monate. Dieser Unterschied sei aber nicht statistisch signifikant, sagte Lordick.

Thrombozytopenie, Neuropathie sowie Übelkeit und Erbrechen seien bei der Kombinationsbehandlung signifikant häufiger aufgetreten als bei einer Monotherapie. Dennoch habe es im Prüf-Studienarm häufiger klinische Besserungen gegeben. (nsi)

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