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Bremst Epoetin den Tumorverlauf?

WIEN (gvg). Eine effektive Behandlung bei der häufig mit malignen Tumoren assoziierten Anämie könnte das Fortschreiten der Tumor-Erkrankung bremsen. Hinweise darauf gibt es aus einer Meta-Analyse, die auf dem Europäischen Onkologenkongreß in Wien vorgestellt worden ist.

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Die Meta-Analyse, an der unter anderem Ärzte der Universitäten Halle-Wittenberg und Essen beteiligt waren, berücksichtigte die Daten von 1413 Patienten. In neun randomisierten, kontrollierten Studien hatten die anämischen Krebskranken entweder Epoetin-beta (NeoRecormon®) oder Placebo oder eine Standardbehandlung ohne Erythropoese-Stimulantien erhalten. 56 Prozent der Patienten hatten hämatologische, 44 Prozent solide Tumoren.

Die Rate der Tumorprogression, definiert als das Auftreten von Ereignissen aller Art, die mit der Tumorerkrankung assoziiert waren, lag in der Epoetin-beta-Gruppe bei 3,4 und bei den Patienten der Kontrollgruppe bei 3,7 Ereignissen pro Patient und Jahr. Das relative Risiko einer Tumorprogression bei Epoetin-beta-Therapie betrug 0,8. Auch die Sterblichkeit war bei Epoetin-beta-Therapie etwas geringer. Der Unterschied war allerdings nicht signifikant.

Die Studie sei ein weiterer Hinweis darauf, daß eine Erythropoetin-Therapie bei Patienten mit malignen Tumoren nicht nur die Lebensqualität steigere, sondern auch den Verlauf der Tumorerkrankung selbst beeinflusse, so Dr. Jörg Reichert aus Berlin auf einer von Hoffmann-La Roche unterstützten Veranstaltung.

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