Ärzte Zeitung, 12.01.2005

Hohe Glukosewerte mit Krebs assoziiert

Studie in Korea mit mehr als einer Millionen Menschen bestätigt frühere Studien

SEOUL (ple). Hoher Nüchtern-Blutzucker ist mit einem erhöhten Krebs-Risiko assoziiert. Dies bestätigen die Ergebnisse einer großen prospektiven Kohorten-Studie in Korea. In der Studie über zehn Jahre wurden die Daten von fast 1,3 Millionen Menschen ausgewertet (JAMA 293/2, 2005, 194).

Danach haben Männer ein um 27 Prozent und Frauen ein um 31 Prozent erhöhtes Risiko, an den Folgen von Krebs zu sterben. Der Studie zufolge ist dieses Risiko bei Männern mit einem Nüchtern-Glukose-Spiegel zwischen 90 und 109 mg/dl um vier Prozent erhöht und steigt weiter mit der Zunahme der Zuckerspiegel.

Erstmals sei mit dieser Studie ein direkter Zusammenhang zwischen Blutglukose-Spiegel und Krebssterblichkeit bei Nicht-Adipösen und Adipösen gleichermaßen nachgewiesen worden, heißt es im Kommentar zur Studie (JAMA 293, 2005, 235). Da die Diabetes-Prävalenz in Korea mit etwa fünf Prozent niedrig sei, könnten Präventionsprogramme in Ländern mit höheren Prävalenzen größere Effekte auf die Krebshäufigkeit haben.

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