3000 Teilnehmer bei der 1. Offenen Krebskonferenz

BERLIN (dru). Über 3000 Interessierte haben am Wochenende an der 1. Offenen Krebskonferenz in Berlin teilgenommen. Bei der von der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. initiierten Veranstaltung wendeten sich Onkologen und Selbsthilfegruppen vor allen an Patienten und Angehörige.

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Nur gut informierte Patienten können bei der Diagnose, Therapie und Nachsorge aktiv mitarbeiten, hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt in ihrer Eröffnungsrede betont. Immer mehr Ärzte seien auch bereit, Krebs-Patienten aktiv in ihre Überlegungen einzubinden.

In der Sitzung "Sprechen über Krebs: Moderne Behandlungsoptionen beim Mammakarzinom" wurde aber deutlich, daß viele Patienten trotzdem stark verunsichert sind. So berichtete eine Patientin, der der Wächter-Lymphknoten entfernt worden war, daß ein anderer Arzt das Verfahren als "nicht sicher genug" bezeichnet habe.

Einige Patientinnen äußerten auch die Sorge, daß ihnen bei der Nachsorge durch die jährlichen Mammografien zu viel an Strahlung zugemutet werde. Auch über die Einnahme von Tamoxifen und die Aromatasehemmer bestanden viele Unklarheiten, wie bei der vom Unternehmen Novartis Pharma unterstützten Veranstaltung deutlich geworden ist.

Andere Patientinnen wollten wissen, warum in der Nachsorge die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) nicht zur Abklärung von Rezidiven eingesetzt werden könne. Professor Michael Bamberg von der Universitätsklinik Tübingen sagte dazu, daß auch mit den neuen bildgebenden Verfahren nicht alle Rezidive erkannt werden könnten. Eine PET wäre erst angezeigt, wenn nach den Blutuntersuchungen, der Sonografie und einer Röntgenaufnahme der Lunge noch Unklarheiten bestehen würden, sagte der Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft.

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