Ärzte Zeitung, 11.04.2005

KOMMENTAR

Schonende Therapie bei Lebermetastasen

Von Gabriele Wagner

Es gehört sicher zu den schlimmen Situationen im Praxisalltag, wenn man einen Patienten aufklären muß: "Sie haben Ihre Krebs-Operation zwar gut überstanden. Aber leider hat der Krebs gestreut." Und muß man dann Betroffenen auch noch sagen, daß sie etwa wegen ihrer Herzinsuffizienz oder COPD keine Chemotherapie oder Metastasen-Operation bekommen können, ist Hoffnungslosigkeit fast programmiert.

Aber es kann, und es sollte auch anders laufen. Patienten, etwa mit Lebermetastasen eines Kolonkarzinoms, kann man die gut verträgliche und wenig belastenden Radiofrequenz-Ablation (RFA) empfehlen. Damit kann man das Überleben verlängern, nicht selten um zwei bis drei Jahre. Und zwar auch, wenn es noch Metastasen in anderen Organen und weitere Krankheiten gibt. Das wiesen US-amerikanische Ärzte nach.

Warum sie die RFA allerdings laparoskopisch gemacht haben, bleibt ihr Geheimnis. Vielleicht hängt es damit zusammen, daß sie Chirurgen sind.

Auch in Deutschland werden die RFA sowie andere Ablationsverfahren, etwa mit Laser, angeboten, meist von Radiologen oder Internisten. Und die abladieren fast immer transkutan in örtlicher Betäubung.

Lesen Sie dazu auch:
Inoperable Patienten profitieren von Lebermetastasen-Ablation

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »