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Bei Pankreas-Ca setzt Gemcitabin Standard

BERLIN (mal). Patienten, die nach der Resektion eines Pankreaskarzinoms eine adjuvante Chemotherapie mit Gemcitabin erhalten, leben danach deutlich länger krankheitsfrei als ohne diese Therapie. Dieses Ergebnis einer Studie deutscher Kollegen hat kürzlich beim US-Krebskongreß ASCO für Aufsehen gesorgt.

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"Die US-Kollegen sind von unseren Daten sehr beeindruckt gewesen", so Professor Peter Neuhaus von der Charité Campus Virchow-Klinikum in Berlin zur "Ärzte Zeitung". Jetzt werde diskutiert, ob Gemcitabin als adjuvante Therapie bei Pankreas-Ca weltweit wohl Standard werden müsse.

Bisher gibt es in Deutschland aufgrund fehlender sicherer Daten hier noch keine Empfehlungen. In den USA werde derzeit noch auf postoperative Radiatio gesetzt, so Neuhaus, obwohl deren Nutzen nicht sicher belegt sei.

In ihrer randomisierten Studie haben die Kollegen um Neuhaus 179 Patienten nach Resektion eines Pankreastumors sechs Monate lang mit Gemcitabin behandelt (1 g/m2 an den Tagen 1, 8 und 15, dann alle vier Wochen). 177 blieben ohne adjuvante Therapie.

Der Unterschied bei der krankheitsfreien Überlebenszeit ist jetzt schon signifikant: Mit Gemcitabin beträgt sie 14,2 Monate, ohne Gemcitabin 7,5 Monate (Median). "Wir sind sicher, daß wir auch bei den Überlebensraten große Fortschritte haben werden", so Neuhaus. Die Ergebnisse hierzu sollen in wenigen Monaten vorliegen.

Bei Pankreas-Ca wird immer häufiger operiert. In Zentren mit viel Erfahrung mit diesem Eingriff liegt die perioperative Sterberate bei unter fünf Prozent. Vor zehn Jahren habe sie noch 10 bis 20 Prozent betragen, so Neuhaus. Gesicherte adjuvante Standardtherapien seien deshalb dringlich nötig.

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