Ärzte Zeitung, 23.06.2005

Patienten mit Nasopharynx-Ca für Studie gesucht

NEU-ISENBURG (eb). Die Kombinationsbehandlung mit Chemotherapie und Bestrahlung, gefolgt von einer Behandlung mit Beta-Interferon hat sich bei Patienten mit fortgeschrittenem Nasopharynx-Karzinom als sehr erfolgreich erwiesen. Jetzt wird die Therapie in einer Nachfolgestudie erneut geprüft. Hierfür werden noch Patienten gesucht.

In einer ersten Studie mit 59 Kindern und Jugendlichen ist mit einer solchen Kombinationstherapie bei 91 Prozent der Patienten eine komplette Remission über einen mittleren Beobachtungszeitraum von 48 Monaten erzielt worden.

In der seit August 2003 laufenden Folgestudie will Privatdozent Dr. Rolf Mertens von der Universitätskinderklinik in Aachen die guten Ergebnisse jetzt weiter untermauern, wie das Unternehmen biosyn Arzneimittel mitgeteilt hat. Patienten mit Nasopharynx-Karzinomen der Stadien I und II erhalten eine Bestrahlung und anschließend eine sechsmonatige Therapie mit dem Beta-Interferon Fiblaferon®.

Patienten mit fortgeschrittenen Karzinomen der Stadien III und IV bekommen zunächst eine Chemotherapie (Cisplatin plus 5-Fluorouracil), werden dann bestrahlt und erhalten danach noch sechs Monate lang das Beta-Interferon.

Die Studie ist zwar auf Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene ausgerichtet, es werden aber auch ältere Patienten als Beobachtungsgruppe aufgenommen.

Weitere Informationen zur Studie gibt es bei PD Dr. Rolf Mertens, Universitätskinderklinik RWTH Aachen, Pauwelsstraße 30, 52074 Aachen, E-Mail-Adresse: rmertens@ukaachen.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »