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Bisphosphonat bei Patienten mit Myelom geprüft

BERLIN (gvg). Eine neue Studie mit dem Bisphosphonat Ibandronat soll zu einer Zulassungserweiterung für Patienten mit Multiplem Myelom führen. Untersucht wird, ob sich Vorteile im Vergleich zu einem anderen Präparat bei der Nierenverträglichkeit erzielen lassen.

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Etwa 4500 Menschen erkranken in Deutschland jährlich neu an einem Multiplen Myelom. "Etwa 3000 bis 3500 davon benötigen eine Therapie mit Bisphosphonaten", sagte Professor Wolfgang Knauf aus Frankfurt am Main. Bisphosphonate reduzierten bei Multiplem Myelom die Häufigkeit pathologischer Frakturen und verringerten das Risiko einer Neubildung von Osteolysen, so Knauf auf dem Deutschen Krebskongreß in Berlin.

In der jetzt anlaufenden Compare-Studie wird das Bisphosphonat Ibandronat (Bondronat®) bei Myelom-Patienten im Stadium II oder III mit der Substanz Zolendronat verglichen. Ziel ist die Indikationserweiterung für Ibandronat, das in der Onkologie bisher bei metastasiertem Mammakarzinom und manifester Tumorhyperkalzämie angewandt wird.

An der offenen, randomisierten Compare-Studie sollen insgesamt 448 Patienten von etwa 60 Studienzentren teilnehmen. Im Fokus steht nicht so sehr die Wirksamkeit, die als gegeben gilt. Primärer Endpunkt der Studie ist die Nierenfunktion, die bei Patienten mit Multiplem Myelom sehr häufig Probleme macht.

Ibandronat, das als orale Formulierung und als Infusionslösung auf dem Markt ist, gilt als nierenfreundliches Bisphosphonat. So ist in den Studien bei Frauen mit Mammakarzinom nach zwei und vier Jahren Beobachtungszeit keine Nephrotoxizität aufgetreten, wie Knauf auf der von Hoffmann-La Roche ausgerichteten Veranstaltung betonte.

In der Compare-Studie wird Ibandronat in einer Dosierung von 6 Milligramm als 15minütige Infusion alle vier Wochen appliziert. Eine erste Zwischenauswertung wird vorgelegt, wenn die Hälfte der Patienten ein Jahr lang behandelt worden ist.

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