Ärzte Zeitung, 17.05.2006

Heikle Diagnosen: Schulung für Onkologen

NEU-ISENBURG (Smi). Mit der Diagnose Brustkrebs werden jedes Jahr über 55 000 Frauen in Deutschland konfrontiert. Oft sind die Patientinnen geschockt, und die Ärzte haben Probleme mit der Situation. Ein Trainingsprogramm soll vor allem Gynäkologen und Onkologen helfen, einfühlsam auf die betroffenen Frauen zuzugehen und sie in den Behandlungsprozeß einzubinden.

Die Deutsche Krebshilfe fördert mit fast 100 000 Euro eine Studie, in deren Verlauf Ärzte von erfahrenen Psychologen auf Situationen wie die beschriebene vorbereitet werden. In dieser Studie soll auch die Wirksamkeit des Kommunikationstrainings untersucht werden. Beteiligt sind 70 Ärzte aus Kliniken in Frankfurt am Main, München, Kiel, in der Schweiz, in Österreich und Australien sowie 700 Brustkrebspatientinnen.

In Rollenspielen werden typische Situationen geprobt. "Dabei geht es insbesondere darum, die Patientin umfassend über ihre Krankheit und die verschiedenen Therapie-Möglichkeiten aufzuklären", erläutert Dr. Sibylle Loibl, eine der Leiterinnen der Studie an der Universitätsfrauenklinik Frankfurt am Main.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »