Ärzte Zeitung, 17.05.2006

Heikle Diagnosen: Schulung für Onkologen

NEU-ISENBURG (Smi). Mit der Diagnose Brustkrebs werden jedes Jahr über 55 000 Frauen in Deutschland konfrontiert. Oft sind die Patientinnen geschockt, und die Ärzte haben Probleme mit der Situation. Ein Trainingsprogramm soll vor allem Gynäkologen und Onkologen helfen, einfühlsam auf die betroffenen Frauen zuzugehen und sie in den Behandlungsprozeß einzubinden.

Die Deutsche Krebshilfe fördert mit fast 100 000 Euro eine Studie, in deren Verlauf Ärzte von erfahrenen Psychologen auf Situationen wie die beschriebene vorbereitet werden. In dieser Studie soll auch die Wirksamkeit des Kommunikationstrainings untersucht werden. Beteiligt sind 70 Ärzte aus Kliniken in Frankfurt am Main, München, Kiel, in der Schweiz, in Österreich und Australien sowie 700 Brustkrebspatientinnen.

In Rollenspielen werden typische Situationen geprobt. "Dabei geht es insbesondere darum, die Patientin umfassend über ihre Krankheit und die verschiedenen Therapie-Möglichkeiten aufzuklären", erläutert Dr. Sibylle Loibl, eine der Leiterinnen der Studie an der Universitätsfrauenklinik Frankfurt am Main.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »