Ärzte Zeitung, 26.10.2006

Impfung gegen Krebs im Test

Uni Halle plant Studien / Vorab drei Patienten geimpft

HALLE/NAUMBURG (ddp.vwd). Seit Juni wurde eine junge Frau in der Universitätsklinik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg dreimal gegen ihren Krebs geimpft. Bei der an einem seltenen Weichteiltumor erkrankten Patientin war es trotz Operationen, Chemo- und Strahlentherapien zu Rezidiven gekommen. Bislang wurden seit 2004 drei Patienten gegen ihren Krebs geimpft.

Für den Impfstoff werden Tumor- und dendritischen Zellen der Patienten entnommen. Im Speziallabor des Landeszentrums für Zell- und Gentherapie an der Uniklinik werden die dendritischen Zellen mit den Tumorantigenen beladen. Der Impfstoff wird dann in den Oberarm gespritzt. Dadurch soll die körpereigene Abwehr die Tumorzellen aktiviert werden.

Das seit zehn Jahren bekannte Verfahren ist noch in der Erprobung. In einer Pilotstudie im nächsten Jahr soll die Impfung in Halle zunächst bei zehn erwachsenen Patienten geprüft werden. Ab 2008 soll die Impfung zusätzlich zu den klassischen Therapien bei Kindern und Jugendlichen mit Glioblastom angeboten werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »