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Tipps zur Antiemesis-Therapie bei einer Chemo

HANNOVER (grue). Übelkeit und Erbrechen gehören zu den gefürchteten unerwünschten Wirkungen einer Chemotherapie. Bei einigen Krebsmedikamenten empfiehlt sich die vorsorgliche Therapie mit einer Dreifachkombination aus antiemetisch wirksamen Substanzen.

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Die aktualisierten Empfehlungen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) nennen mehrere Chemotherapeutika, deren Anwendung mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent zu Übelkeit und Erbrechen führt. Dazu gehören Cisplatin und hochdosiertes Cyclophosphamid.

Patienten sollten kurz vor einer solchen Behandlung eine antiemetisch stark wirksame Dreifachkombination erhalten: Nämlich ein Setron (Substanzen der Gruppe 5-HT3-Serotonin-Rezeptorantagonisten) plus Dexamethason plus Aprepitant (Emend®). Am zweiten und dritten Tag bekommen die Patienten Aprepitant plus Dexamethason, weil diese Kombination am besten vor verzögertem Erbrechen schützt. Darauf hat Dr. Markus Thalheimer aus Heidelberg bei einer Veranstaltung in Hannover hingewiesen.

Bei einer mäßig emetogenen Chemotherapie mit Anthracyclinen und Cyclophosphamid sieht die Prophylaxe am ersten Tag gleich aus, an Tag zwei und drei reicht eine Monotherapie mit Aprepitant. Bei allen anderen mäßig emetogenen Chemotherapien wird mit Dexamethason behandelt, anfangs mit einem Setron.

Bei Patienten, die Chemotherapien schlecht vertragen haben, aber noch nicht mit Aprepitant behandelt worden sind, kann dies erfolgreich nachgeholt werden, wie Thalheimer auf der Veranstaltung des Unternehmens MSD berichtete. Er stellte die Daten von 34 Patienten mit Übelkeit unter Chemotherapie vor, bei denen die Prophylaxe mit Setron plus Dexamethason in üblicher Dosierung nicht ausreichte.

"Bei solchen Patienten droht antizipatorisches Erbrechen, sie sollten deswegen vor dem nächsten Therapiezyklus noch stärker antiemetisch behandelt werden", so der Onkologe. Bewährt habe sich die leitliniengerechte Antiemese für hochemetogene Therapien, die auch Aprepitant einschließt. Übelkeit für mehr als vier Tage trat so nur noch bei zwölf Prozent der Patienten auf, vorher waren 71 Prozent betroffen.

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