Bei Leberkrebs bald eine neue Therapie-Option?

CHICAGO (ple). Für Patienten mit Leberkrebs gibt es möglicherweise bald eine neue Therapie-Option. Denn in einer vorzeitig beendeten Phase-III-Studie lebten Patienten, die das Nierenkrebs-Mittel Sorafenib einnahmen, deutlich länger als Patienten, die nur ein Scheinpräparat erhielten.

Veröffentlicht:

Im Median betrug das Überleben bei Patienten mit Sorafenib-Therapie 10,7 Monate, bei Patienten der Placebo-Gruppe dagegen nur 7,9 Monate. Wegen des guten Ergebnisses wurde die Studie vorzeitig beendet. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt beim US-Krebskongress ASCO in Chicago vorgestellt. An der Studie nahmen mehr als 600 zuvor noch nicht behandelte Patienten teil, die an einem fortgeschrittenen hepatozellulären Karzinom erkrankt waren. Primärer Endpunkt der Studie war das Gesamtüberleben.

Das als Tabletten verabreichte Sorafenib ist in Deutschland als Nexavar® zugelassen, und zwar zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom, bei denen bereits eine Interferon-alpha- oder eine Interleukin-2-basierte Therapie versagt hat oder die für eine solche Therapie nicht geeignet sind. Das Medikament hemmt Enzyme, die an der Zellproliferation und an der Gefäßversorgung beteiligt sind.

* Sorafenib HCC - hepatocellular carcinoma - Assessment Randomized Protocol

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Komplementärmedizin

Gefährdet Alternativmedizin das Überleben bei Brustkrebs?

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

© samunella / stock.adobe.com

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom

PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Aut idem patentfreier rekombinanter Arzneimittel

Jetzt übernehmen Apotheken die Verantwortung für die wirtschaftliche Biological-Auswahl

Lesetipps
Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram

Modell eines Körpers, in dem der Darm zu sehen ist.

© J.G Studio / Stock.adobe.com / Generated with AI

Akute Enteropathie und Enteritis

Radiotherapie bei Krebs: Diese Maßnahmen schützen den Darm