Ärzte Zeitung, 27.03.2008

Projekt zu nicht-invasiven Speicheltests

ROCHESTER (ars). Kein Pieks mehr mit der Nadel, sondern Spucken in ein Gefäß - das könnte Patienten der Zukunft Tests auf Krebs, Herzkrankheiten oder Diabetes erleichtern.

Dass man bald kein Blut mehr abnehmen muss, sondern eine Speichelprobe genügt, daran arbeitet ein Verbund von drei Forschergruppen (Journal of Proteom Research).

Zunächst bestimmten sie das Eiweißmuster in den Sekreten der Ohrspeicheldrüsen und Sublingualdrüsen. Bisher haben sie den Speichel von 23 Probanden analysiert und dabei 1168 unterschiedliche Proteine gefunden. Ein Drittel davon gehört auch zur Proteinausstattung des Blutes, darunter Proteine für die Alzheimer-Demenz, Morbus Huntington und Parkinson, Brust-, Darm und Pankreaskarzinome. Bisher ist bereits belegt, dass sich mit Speichelproben Tumoren im Mund und eine HIV-Infektion nachweisen lassen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Bruch mit dem deutschen Verordnungssystem?

Eine Gesetzesänderung ermöglicht Ärzten seit kurzem, Cannabis zulasten der Kassen zu verschreiben. Der Patient bezieht Cannabis aus der Apotheke. Das neue Rechtskonstrukt sehen viele aber als "Systembruch". mehr »