Ärzte Zeitung, 05.10.2009

Medizin-Nobelpreis für Zellforscher

Zwei US-Biologinnen und ein US-Genetiker für Entdeckungen zu Zellalterung und Krebs geehrt

STOCKHOLM (ple). Den mit knapp einer Million Euro dotierten Medizin-Nobelpreis 2009 teilen sich zwei US-Biologinnen und ein US-Genetiker. Sie werden für die Entdeckung geehrt, wie Zellen altern.

zur Galerie klicken

Von links: Professor Carol W. Greider (Johns Hopkins University, Baltimore), Professor Elizabeth H. Blackburn (Universität von Kalifornien, San Francisco) und Professor Jack W. Szostak (Massachusetts General Hospital, Boston).

Fotos: dpa und Harvard Medical School

zur Galerie klicken

Elektronenmikroskopische Aufnahme des X-Chromosoms. An den Enden sitzen die Telomere.

Foto: Andrew Syred/SPL

Der 100. Nobelpreis für Physiologie oder Medizin geht zu gleichen Teilen an die Professorinnen Elizabeth H. Blackburn aus San Francisco und Carol W. Greider aus Baltimore sowie an Professor Jack W. Szostak aus Boston. Sie werden "für ihre Entdeckungen geehrt, wie Chromosomen durch Telomere und das Enzym Telomerase geschützt werden", so das Nobelpreis-Komitee am Karolinska-Institut in Stockholm.

Die Preisträger haben entdeckt, dass Chromosomen-Enden, die Telomere, mit jeder Zellteilung verkürzt werden. Außerdem fanden sie heraus, dass das Enzym Telomerase diese Verkürzung verhindert, indem es die Chromosomen wieder verlängert, etwa in Krebszellen. Verliehen wird der Nobelpreis am 10. Dezember.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Die Medizin-Nobelpreisträger 2009 sind dem Geheimnis des Alterns auf der Spur

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Menschen, wollt ihr ewig leben?

Topics
Schlagworte
Krebs (9896)
Gentechnik (2094)
Organisationen
Harvard Medical (186)
Krankheiten
Krebs (4851)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »