Ärzte Zeitung, 08.12.2010

ASS verringert Sterberate bei mehreren Krebsarten

Jahrelang eingenommene Acetylsalicylsäure reduziert die Sterberate aufgrund von Krebs um fast ein Drittel.

ASS verringert Sterberate bei mehreren Krebsarten

ASS - Wundermittel gegen Krebs? Das nicht, aber der Nutzen ist erneut belegt worden.

© Mara Zemgaliete / fotolia.com

OXFORD (ple). Die tägliche Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren reduziert das Risiko, an einem Kolorektalkarzinom zu erkranken. Um den Effekt der ASS-Einnahme auch auf andere Krebsarten zu prüfen, haben britische Wissenschaftler die Daten von sieben randomisierten Studien ausgewertet, in denen es primär um die Herzinfarkt-Reduktion bei ASS-Therapie ging, aber auch Daten zu Sterberaten aufgrund von Krebserkrankungen gesammelt wurden. Mehr als 23 500 Patienten hatten an diesen Studien insgesamt teilgenommen.

Wie die Wissenschaftler um Professor Peter Rothwell aus Oxford berichten, bestätigen die Ergebnisse der Studienauswertung den bereits bekannten präventiven Effekt von niedrigdosiertem ASS auf die Darmkrebsinzidenz. Darüber hinaus stellten die Wissenschaftler fest, dass bei Einnahme von ASS von mindestens 75 mg pro Tag für mindestens fünf Jahre die Sterberate aufgrund von Tumoren des Ösophagus, der Lunge, des Magens, der Bauchspeicheldrüse und von Hirntumoren um 20 bis 30 Prozent reduziert war (The Lancet online). Der Nutzen war unabhängig von ASS-Dosen über 75 mg pro Tag, vom Geschlecht und davon, ob Patienten geraucht hatten. Aber: Je älter die Patienten waren, um so größer war der Nutzen. Und der Nutzen war um so größer, je länger ASS täglich eingenommen wurde. Eine Warfarin-Therapie hatte dagegen keinen Effekt auf die Krebssterberate, etwa aufgrund von Adenokarzinomen der Lunge und der Prostata. Die Studienergebnisse seien allerdings noch nicht ausreichend, ASS nun generell zur Krebsprävention zu empfehlen, so die Wissenschaftler.

Mit den Studien überblicken Rothwell und seine Kollegen einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren. Sie gehen davon aus, dass der Nutzen von ASS im Zusammenhang mit Krebs auch auf der Hemmung des COX-2-Enzyms beruht, vermuten aber, dass weitere Effekte nötig sind, die die Krebszellen in die Apoptose treiben.

[08.12.2010, 16:56:06]
Dr. Nabil Deeb 
Hat Aspirin eine präventive Wirkung bei Krebserkrankungen ? & Pathophysiologie, Pharmako- Kinetik, Pharmakodynamik und Genetik-Untersuchungen !



Umfangreiche Recherchen bezüglich der Pathophysiologie , Pharmako - Kinetik , Pharmakodynamik und Genetik-Untersuchungen und genaueren klinischen Untersuchungen der Patienten sind gravierend erforderlich.

Extensive research concerning the pathophysiology, Pharmaco - Kinetics, pharmacodynamics and genetics studies and further clinical studies of patients are seriously needed.


Nabil DEEB
Arzt – Physician – Doctor
PMI-Ärzteverein e.V.
P.O. Box 20 10 53
53140 Bonn – Bad Godesberg / GERMANY

I.

Hat Aspirin eine präventive Wirkung bei Krebserkrankungen ? :-

Es ist uns doch bekannt, dass die Einnahme von Aspirin mit einem gewissen Risiko auf potenziell tödliche gastrointestinale Blutungen einhergeht, die den kardioprotektiven Vorteil bei Gesunden wieder aufhebt. Aspirin wird weltweit meistens nur zur Sekundärprävention beim kardialen Ereignis für Patienten ohne gastrointestinale Beschwerden empfohlen .
Die präventive Wirkung trat bei Krebserkrankungen von Ösophagus, Pankreas, Gehirn und Lunge nach 5 Jahren ein, bei Magen- und Darmmalignomen nach 10 Jahren und beim Prostatakarzinom nach 15 Jahren: Die Einnahme über 20 Jahre senkt das Sterberisiko beim Prostatakarzinom um 15 Prozent, beim Lungenkrebs um 30 Prozent, beim Darmkrebs um 40 Prozent und beim Ösophaguskarzinom sogar um 60 Prozent .Vergl. Rothwell – Studie .
II.

Umfangreiche Recherchen bezüglich der Pathophysiologie , Pharmako - Kinetik , Pharmakodynamik und Genetik-Untersuchungen und genaueren klinischen Untersuchungen der Patienten sind gravierend erforderlich.:-

Viele Menschen nehmen langfristig Acetyl Salicylsäure (ASS) zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein. sind bereits niedrige Dosierungen für die Langzeitprävention ausreichend ???.


JAMA :-

Auch wenn ASS im Allgemeinen gut vertragen wird, so kann das Medikament doch zu erheblichen Nebenwirkungen führen, die meist dosisabhängig sind. Gerade bei einem Medikament, das so häufig verordnet wird wie ASS, ist es deshalb sehr wichtig, die optimale Dosis zu definieren, um den maximalen Nutzen aus der Behandlung zu ziehen und gleichzeitig die Risiken so gering wie möglich zu halten.


Um herauszufinden, welche Zusammenhänge zwischen der ASS-Dosierung und der Wirksamkeit und Sicherheit des Medikaments bestehen, sind umfangreiche Recherchen bezüglich der Pathophysiologie , Pharmako - Kinetik , Pharmakodynamik und Genetik-Untersuchungen und genaueren klinischen Untersuchungen der Patienten erforderlich.


ASS-Wirkmechanismus :-

Sowohl die günstigen als auch die ungünstigen ASS-Effekte können in erster Linie auf die Inhibition der Prostanoid-Biosynthese zurückgeführt werden, insbesondere auf die Hemmung von Thromboxan A2 (TXA2) und Prostaglandinen (z.B. PGE2 und PGI2).

ASS inhibiert irreversibel die Cyclooxygenase 1 (COX-1) der Thrombozyten, dadurch sind die Blutplättchen ausserstande, Prostaglandin H2 zu synthetisieren, das unter normalen Umständen in TXA2 umgewandelt wird. Die COX-1- Inhibition durch ASS hält während der gesamten acht- bis zehntägigen Lebensdauer der Thrombozyten an.


COX-1 erfüllt verschiedene Aufgaben ausser der TXA2-Produktion in Blutplättchen.

Von besonderer Bedeutung ist die Synthese zytoprotektiver Prostaglandine in Zellen der Magenschleimhaut.

Wird COX-1 durch ASS gehemmt, können diese Zellen erst nach einigen Stunden wieder magenschützende Pros taglandine bilden.


Pharmakokinetik und Pharmakodynamik:-

Oral verabreichte ASS wird im Magen und oberen Gastrointestinaltrakt rasch absorbiert, innerhalb von 30 Minuten werden maximale Plasmaspiegel erreicht. Die systemische Bioverfügbarkeit von ASS beträgt bei oralen Einzeldosen von 20 bis 1300 mg etwa 50 Prozent. Es wurden unterschiedliche Methoden zur Bestimmung der thrombozyten -hemmenden Wirkung von ASS untersucht, doch gibt es derzeit keinen Goldstandard zur Messung der ASS-Pharmakodynamik.

In verschiedenen Studien wurde untersucht, wie man in der Akutsituation mit ASS möglichst rasch eine maximale Thrombozytenfunktionshemmung erreicht. Dabei zeigte sich, dass man innerhalb von 15 Minuten maximale ASS-Wirkungen erzielen kann, wenn man mindestens 162 mg (oder 324 mg) ASS kaut oder auflöst und dann erst schluckt.



ASS – Nebenwirkungen :-

ASS geht – wie andere nichtsteroidale antiinflammatorische Medikamente (NSAID) auch – mit einem erhöhten Blutungsrisiko einher. Am häufigsten kommt es zu Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Eine aktuelle Untersuchung von Patienten, die mit Ulkusblutungen hospitalisiert wurden, ergab, dass die niedrig dosierte ASS-Therapie so häufig zu Ulkusblutungen führte wie alle anderen NSAID zusammengenommen.

Durch die Inhibition von COX-1 in der Magenschleimhaut reduziert ASS die Bildung zytoprotektiver Prostaglandine. Der Einfluss von ASS auf die Prostaglandinspiegel im Magen ist dosisabhängig, wobei schon eine Tagesdosis von 30 mg zu einer fast 50-prozentigen Inhibition führt.

Bei etwa 1300 mg ASS pro Tag kommt es zu einer maximalen Inhibition.

In Übereinstimmung mit diesen Daten gehen alle konventionellen ASS-Dosierungen mit einem erhöhten Blutungsrisiko einher. Höhere ASSDosen führen häufiger zu Blutungen, auch wenn die Tages dosis nicht über 325 mg liegt. In einer Metaanalyse, die über 192 000 Patienten einschloss, erlitten Patienten mit einer ASS-Tagesdosis von unter 100 mg signifikant weniger starke Blutungen als die jenigen Patienten, welche mehr als 200 mg ASS täglich erhielten.

Überträgt man die Zahlen aus den Studien auf die amerikanische Population, die derzeit ASS zur Prävention einnimmt, so würde die tägliche Gabe von 325 mg ASS im Vergleich zur Behandlung mit 81 mg ASS täglich jedes Jahr zu mehr als 900 000 zusätzlichen starken Blutungen führen. Dies verdeutlicht, dass auch eine geringe Gesamtinzidenz an Nebenwirkungen zu beträchtlichen klinischen Auswirkungen führt, wenn sehr viele Menschen mit einem bestimmten Medikament behandelt werden.

Umfangreiche Recherchen bezüglich der Pathophysiologie , Pharmako - Kinetik , Pharmakodynamik und Genetik-Untersuchungen und genaueren klinischen Untersuchungen der Patienten sind gravierend erforderlich.

Extensive research concerning the pathophysiology, Pharmaco - Kinetics, pharmacodynamics and genetics studies and further clinical studies of patients are seriously needed.

Des recherches approfondies concernant la physiopathologie, la pharmaco - cinétique, pharmacodynamique et des études de génétique et d'autres études cliniques de patients sont sérieusement besoin.

Omfattande forskning om patofysiologi, farmakokinetik - Kinetics, farmakodynamik och genetik studier och ytterligare kliniska studier av patienter är allvarligt behövs.

Omfattende forskning om patofysiologi, Farmakoterapeutisk - Kinetikk, farmakodynamikk og genetikk studier og videre kliniske studier av pasientene er alvorlig nødvendig.


Literatur beim Verfasser


Mit freundlichen kollegialen Grüßen


Ihr

Nabil DEEB
Arzt – Physician – Doctor
PMI-Ärzteverein e.V.
Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
Palestine Medico International Doctors Association ( P.M.I.) registered association .
Department of Medical Research
Département de la recherche médicale

P.O. Box 20 10 53
53140 Bonn – Bad Godesberg / GERMANY

&

Nabil DEEB
Arzt – Physician – Doctor
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Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
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