Ärzte Zeitung, 08.05.2012

Krebs häufig durch Infekte

BOSTON (dpa). Jedes sechste Karzinom wird von Infekten verursacht, die meist vermeidbar oder behandelbar wären, so Forscher aus Boston (Lancet Oncology).

2008 starben 7,5 Millionen Menschen weltweit an Krebs. 1,5 Millionen davon an Tumoren, die auf Magenbakterien, Papilloma- oder Hepatitis-Viren zurückgehen.

80 Prozent der Neuerkrankungen treten in ärmeren Ländern auf. Gegenmittel wären Impfungen, sichere Injektionen und Antibiotika.

"Da effektive und vergleichsweise günstige Impfstoffe gegen HPV und HBV verfügbar sind, sollte eine breitere Anwendung eine Priorität für Gesundheitssysteme in besonders belasteten Ländern sein", folgert Professor Goodarz Danaei von der Harvard-Universität in einem Begleitkommentar.

Die absolute Zahl der Krebsfälle durch Infektionen sei seit 1990 um etwa eine halbe Million gestiegen, der Anteil an der Gesamtzahl der Krebsfälle mit 16 bis 18 Prozent aber gleich geblieben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »