Ärzte Zeitung, 12.05.2012

Auch Ältere mit Gliom profitieren von Chemotherapie

HEIDELBERG (eb). Ältere Patienten über 65 Jahren, die an einem Gliom leiden, profitieren von einer Chemotherapie mit Temozolomid ebenso wie jüngere Patienten mit dieser Erkrankung

Ob ältere Patienten auf die Therapie ansprechen, kann ein Gentest zeigen, heißt es in einer Mitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg. Das hat eine klinische Studie der Neuroonkologischen Arbeitsgemeinschaft (NOA) der Deutschen Krebsgesellschaft unter Leitung von Professor Wolfgang Wick, Universitätsklinikum Heidelberg, und Professor Michael Weller, Universitätsspital Zürich, ergeben (The Lancet Oncology 2012, online 10. Mai).

"Die Ergebnisse der NOA-08-Studie zeigen, dass nach einer Operation die Chemotherapie mit Temozolomid der Strahlentherapie gleichwertig ist", wird Weller in der Mitteilung zitiert.

Als noch wichtiger stufen die Wissenschaftler den Befund ein, dass anhand der MGMT-Genveränderung (06-Methyl-Guanyl-Methyltransferase) im Tumor das Ansprechen auf die Chemo- beziehungsweise Radiotherapie vorhergesagt werden kann.

Topics
Schlagworte
Krebs (10147)
Onkologie (7716)
Organisationen
Lancet (1220)
Wirkstoffe
Temozolomid (40)
Personen
Wolfgang Wick (14)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »