Ärzte Zeitung, 27.05.2015

Blutkrebstag

Suche nach Stammzellspendern

TÜBINGEN. Die Hilfe für Blutkrebspatienten wächst. Bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) haben sich seit der Gründung 1991 weltweit mehr als 5,3 Millionen Stammzellspender registriert, davon über 3,9 Millionen allein in Deutschland.

Am Weltblutkrebstag am 28. Mai will die DKMS als größte Spenderdatei in Deutschland mit bundesweit mehr als 30 Aktionen auf den Kampf gegen die Krankheit aufmerksam machen.

Den Angaben zufolge erhalten weltweit 917 000 Menschen pro Jahr die Diagnose Blutkrebs, also alle 35 Sekunden ein Mensch.Besonders notwendig sei es, möglichst viele Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern als potenzielle Stammzellspender zu motivieren, teilte die DKMS am Dienstag weiter in Tübingen mit.

"Denn die Chance, dass ein passender Spender für einen Blutkrebspatienten gefunden wird, ist häufig höher, wenn die regionale Abstammung von Spender und Patient übereinstimmt."

Die DKMS ist als gemeinnützige Gesellschaft in fünf Ländern vertreten, so auch in den USA. An dem von ihr im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen World Blood Cancer Day hätten sich damals mehr als 40.000 Menschen beteiligt.

Den insgesamt bislang 3 967 448 registrierten Spendern in Deutschland stehen den Angaben zufolge 44.782 tatsächliche Entnahmen gegenüber.

In absoluten Zahlen stammen die meisten registrierten DKMS-Spender mit 917.450 aus Nordrhein-Westfalen (10.256 Entnahmen), gefolgt von Bayern 640.508 (7354) und Baden-Württemberg 617.707 (7389). (dpa)

Topics
Schlagworte
Krebs (10147)
Onkologie (7716)
Krankheiten
Leukämie (970)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »