Direkt zum Inhaltsbereich

Ovarial-Karzinom

Filmpremiere zur Rolle von BRCA

Frauen mit Mutationen in den BRCA-Genen haben ein deutlich erhöhtes Risiko für ein Mamma- oder Ovarial-Ca. Doch nicht alle wissen um die Möglichkeit der Testung. Ein Kurzfilm soll das ändern.

Veröffentlicht:

BERLIN. "Das Ovarialkarzinom ist ein leiser Tumor, da er lange keine oder nur unspezifische Beschwerden - wie eine Zunahme des Bauchumfanges - macht", erinnerte Professor Jalid Sehouli, Europäisches Kompetenzzentrum Eierstockkrebs, Charité Berlin.

Daher werde er meist erst im späten Stadium entdeckt. Der Kurzfilm "Stilles Erbe oder Zufall?" für Patientinnen mit Ovarialkarzinom soll zur Aufklärung beitragen.

Bei der Protagonistin des Filmes Traudl Bauscher erfolgte die Diagnose fortgeschrittenes Ovarialkarzinom vor fünf Jahren. Die Patientin ist Trägerin einer BRCA (BreastCancer)-Mutation, daher beschäftigte sie neben der eigenen Erkrankung auch die Furcht, das Gen ihrer Tochter vererbt zu haben.

Eine solche Keimbahnmutation in den Tumorsuppressor-Genen betrifft etwa 15 Prozent der Patientinnen. Die Diagnose Ovarialkarzinom erhalten jährlich etwa 7500 Frauen in Deutschland, 5600 sterben daran.

Gen-Test: Wissen als Chance

"Wir sollten es auch respektieren, wenn eine Frau den BRCA-Test ablehnt. Momentan beruht die Testung aber eher auf Zufall - dies ist unbefriedigend und gilt es zu ändern", so Sehouli bei einer von AstraZeneca und der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs unterstützten Veranstaltung.

Ist die Mutation nachgewiesen, können die Vorsorge intensiviert (Kontrastmittel-MRT der Brust) oder prophylaktische Maßnahmen wie die Ovarektomie ergriffen werden.

Bei bereits Erkrankten stehen mit den oral zu verabreichenden PARP-Inhibitoren (vom Unternehmen als Olaparib, Lynparza® angeboten) neue Therapieansätze zur Verfügung.

Heilen könnten zwar auch diese die Patientin nicht, aber den Erfolg einer Chemotherapie erst einmal stabilisieren, denn sie blockieren die Reparatur beschädigter Erbsubstanz und hindern die Tumorzellen, sich weiter zu replizieren. (sp)

Film im Web unter: www.stiftungeierstockkrebs.de/ filmpremiere-stilles-erbe-oder-zufall/

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Neue Therapieoption beim rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom (RRMM)

Teclistamab-Daratumumab erzielt bislang unerreichten PFS-Vorteil bei RRMM ab dem 1. Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss
Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Studie MajesTEC-3: progressionsfreies Überlebenc

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neue Therapieoption beim rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom (RRMM)

Teclistamab-Daratumumab erzielt bislang unerreichten PFS-Vorteil bei RRMM ab dem 1. Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Prognose meist günstig

Schulterschmerzen in der Hausarztpraxis: Aufklären statt röntgen!

„ÄrzteTag“-Podcast

Die Impfsaison startet: Wie gehen Sie vor, Dr. Fleischhauer?

Lesetipps
Dreidimensionale medizinische Illustration des Varicella-Zoster-Virus, einem Virus das Windpocken, Hautblasen, Nesselsucht, Wunden und Gürtelrose verursacht.

© Corona Borealis / stock.adobe.com

Atypische Symptome

Kasuistik: Periphere Fazialisparese mit erstaunlicher Ursache