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Weltkrebstag

"Wir können. Ich kann."

Am 4. Februar ist wieder Weltkrebstag – Anlass, an den Nutzen eines gesunden Lebensstiles zu erinnern.

Veröffentlicht:

"Wir können. Ich kann.": Das diesjährige Motto des Weltkrebstages am Samstag, den 4. Februar, steht dafür, dass Menschen durch einen gesunden Lebensstil dazu beitragen können, vielen Krebsarten vorzubeugen, so die Deutsche Krebshilfe in einer Mitteilung zum Aktionstag.

"Ein gesunder Lebensstil heißt in erster Linie gewinnen und nicht verzichten. Und er ist die beste Möglichkeit, einer Krebserkrankung aktiv vorzubeugen", betont so auch Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Ausreichend bewegen, ausgewogen ernähren, normales Körpergewicht halten, wenig Alkohol trinken, vorsichtiges Sonnenbaden und rauchfrei Leben gehören zu den Verhaltensweisen, die jeder selbst beeinflussen kann. Etwa 500.000 Menschen erkranken jährlich bundesweit an Krebs. Experten schätzen, dass etwa die Hälfte aller Krebsfälle durch einen gesünderen Lebensstil vermeidbar wäre.

Zum Beispiel senkt regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko für mindestens 13 Krebsarten. In einer Analyse von Daten von 1,5 Millionen Senioren verbrachten die Teilnehmer zweieinhalb Stunden pro Woche mit moderater bis intensiver körperlicher Freizeitaktivität, im Quartil mit der geringsten Aktivität war es weniger als eine Stunde, im Quartil mit der höchsten Aktivität waren es mehr als sieben Stunden. Nach den Berechnungen der Studienautoren war zum Beispiel die Rate für ein Ösophagus-Adenokarzinom bei den aktiven Freizeitsportlern um 42 Prozent und für einen Lebertumor um 27 Prozent reduziert.Lungenkrebs wurde zu 26 Prozent seltener beobachtet, Nierenkrebs zu 23 Prozent.

Krebsprävention sieht die Deutsche Krebshilfe als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe an. Daher setzt sich die Organisation auch zusammen mit anderen Akteuren des Gesundheitssystems dafür ein, dass Lebensbedingungen verändert werden.

Auf politischer Ebene fordert die Deutsche Krebshilfe ein vollständiges Tabakwerbeverbot sowie Werbeeinschränkungen für überzuckerte Lebensmittel. Zudem engagiert sie sich dafür, dass in Kindertagesstätten und Schulen täglich mindestens eine Stunde Sport in den Tagesablauf integriert, Schattenplätze zum Schutz vor starker Sonnenstrahlung installiert sowie gesundes Schulessen und gesunde Pausensnacks angeboten werden. Zum Schutz vor Hautkrebs bei Beschäftigten, die überwiegend im Freien arbeiten, empfiehlt die Deutsche Krebshilfe verschiedene UV-Schutzmaßnahmen.

Der Weltkrebstag fand zum ersten Mal am 4. Februar 2006 statt. Er wurde von der Weltkrebsorganisation UICC (Union internationale contre le cancer) ausgerufen. (mal/mut)

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