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Studie

Viele Krebsüberlebende leiden an PTSD

Jeder fünfte Krebspatient entwickelt eine "Posttraumatische Belastungsstörung", so das Ergebnis einer neuen Studie.

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Viele Krebspatienten leiden an einem PTSD

Viele Krebspatienten leiden an einem PTSD

© Atkins - Fotolia (Symbolfoto)

KUALA LUMPUR. Als Folge traumatischer Erlebnisse wie Gewaltverbrechen, Naturkatastrophen oder schlimmen Unfällen ist das "Posttraumatische Stresssymptom" (PTSD) bekannt. Jetzt zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie der National University of Malaysia: Etwa jeder fünfte Krebspatient erkrankt daran wenige Monate nach der Diagnose — und leidet auch Jahre später weiter darunter.

Veröffentlicht wurden die Ergebnisse dieser Studie nun erstmals im Online-Magazin "CANCER" der "American Cancer Society".

Das Team um Dr. Caryn Mei HsienChan untersuchte 469 Erwachsene mit verschiedenen Krebserkrankungen einen Monat nach der Diagnose, zusätzlich sechs Monate danach und schließlich nochmals nach vier Jahren.

Nach sechs Monaten entwickelten knapp 22 Prozent der Studienteilnehmer eine PTSD. Vier Jahre später litten sechs Prozent weiterhin daran. Brustkrebspatientinnen entwickelten nach sechs Monaten 3,7 mal weniger ein PTSD als Patienten mit einer anderen Krebsart. Nach vier Jahren sei aber kein Unterschied festzustellen. Als möglichen Grund dafür machten die Studienautoren vorhandene Programme zur Betreuung und Beratung von Brustkrebspatientinnen im ersten Jahr nach der Diagnose aus.

"Viele Krebspatienten glauben, sie müssten eine Kämpferhaltung annehmen, und positiv und optimistisch sein, um ihre Chancen, den Krebs zu bekämpfen, zu verbessern", sagte Dr. Chan. Viele dieser Patienten empfänden die Bitte nach emotionaler Hilfe als Ausdruck von Schwäche. Tatsächlich aber bräuchten sie ein größeres Bewusstsein dafür, dass nichts verkehrt daran ist, Hilfe anzunehmen, um mit den emotionalen Folgen ihrer Krebserkrankung umzugehen.

Bei ihrer Studie stellten die Wissenschaftler fest, dass viele Patienten mit der Angst lebten, der Krebs könne zurückkehren. Bei jedem Schmerz, Fieber oder Anfall von Müdigkeit fürchteten sie, erneut an Krebs erkrankt zu sein. Zudem vermieden Krebsüberlebende Besuche beim Onkologen, um zu verhindern, dass Erinnerungen an frühere Krebserkrankungen ausgelöst werden.

"Wir brauchen eine psychologische Evaluation und Hilfsangebote für Krebspatienten im Anfangsstadium und darüber hinaus", sagte Dr. Chand. Das psychische Wohlbefinden sei ebenso wichtig wie die physische Gesundheit. (eb)

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