Direkt zum Inhaltsbereich

Fortschritt in der Therapie bei Lungenkrebs

NEU-ISENBURG (eis). Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchial-Ca profitieren von einer adjuvanten Chemotherapie nach der Tumorresektion. Das wurde jetzt erstmals in einer prospektiven, randomisierten Studie belegt.

Veröffentlicht:

Im International Adjuvant Lung Cancer Trial (IALT) erhielt etwa die Hälfte der 1867 Lungenkrebspatienten eine Cisplatin-basierte postoperative Chemotherapie, die andere Hälfte erhielt keine adjuvante Chemotherapie (NEJM 350, 2004, 351). In die Studie wurden Patienten verschiedener Erkrankungsstadien aufgenommen. In Kombination zu Cisplatin (meist bekamen die Patienten 240 mg pro m2 Körperoberfläche) wurden zudem entweder Etoposid, Vinorelbin, Vinblastin oder Vindesin verabreicht.

Ergebnis: Bei Patienten mit adjuvanter Chemotherapie war die Fünf-Jahres-Überlebensrate mit 44,5 Prozent um 4,1 Prozentpunkte höher als bei Patienten ohne die adjuvante Therapie (40,4 Prozent). In der Verumgruppe starben dabei 469 und in der Kontrollgruppe 504 Patienten. 39,4 Prozent aus der Verumgruppe und 34,3 Prozent in der Kontrollgruppe hatten zudem in den fünf Jahren kein Rezidiv. Allerdings starben 0,8 Prozent der Patienten aus der Verumgruppe an den toxischen Wirkungen der Chemotherapie.

"Wegen der validen Ergebnisse der Studie bedeutet die adjuvante Chemotherapie bei nicht-kleinzelligem Bronchial-Ca einen neuen Therapiestandard", schreibt der Onkologe Dr. Ronald H. Blum vom Beth Israel Medical Center in New York in einem Kommentar zu der Studie (NEJM 350, 2004,404).

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg

Galenus-Kandidat 2026

Bispezifischer T-Zell-Engager bei kleinzelligem Lungenkarzinom

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Progression bremsen

Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern: Wann initiieren?

Mögliche Glutenquelle

Wie riskant ist ein Zungenkuss bei Zöliakie?

Lesetipps
Syphilis-Läsion im Mund einer infizierten Person.

© CID / Science Photo Library

Kein Herpes, kein Krebs

Was steckte hinter den schlecht heilenden Ulzera im Mund?

Illustration von einer Person mit einem schwarzen Knäuel statt eines Kopfes.

© Khosrork / Getty Images / iStock

Neurodivergenz

ADHS in der Hausarztpraxis: Hinweise für die Diagnostik