Ärzte Zeitung, 09.02.2005

Vorteil für Gemcitabin beim Bronchial-Ca

Metaanalyse zum Überleben

VILLEJUIF (Rö). Eine Metaanalyse hat kürzlich bestätigt, daß Patienten mit nichtkleinzelligem Bronchialkarzinom, die mit Gemcitabin in Kombination mit einem Platin-Präparat behandelt werden, Vorteile haben. Die Überlebensraten waren bei ihnen höher als bei Patienten, die mit anderen Platin-basierten Therapien behandelt worden waren.

In seiner Metaanalyse hat Dr. Thierry Le Chevalier vom Institute Gustave-Roussy in Villejuif in Frankreich die Daten von 4556 Patienten aus 13 randomisierten Studien bewertet. In allen Studien war Gemcitabin zusammen mit einer Platin-haltigen Substanz verwendet worden (Lung Cancer 47, 2005, 69).

Zum Vergleich wurden 17 Studien mit Therapieschemata auf Platinbasis herangezogen, bei denen zudem andere Zytostatika als Gemcitabin verwendet wurden. In Deutschland ist Gemcitabin als Gemzar® im Handel.

Nach einen Jahr lebten noch 39 Prozent der Patienten, die Gemcitabin erhalten hatten und 35 Prozent der Patienten, die ein anderes Therapieschema erhalten hatten. Dies entspricht einem absoluten Unterschied von vier Prozent und einem relativen Unterschied von zehn Prozent.

Der Median des progressionsfreien Überlebens lag bei Patienten, die mit den Gemcitabin-Kombinationen behandelt worden waren, bei 5,1 Monaten, bei der Anwendung anderer Chemotherapie-Schemata bei nur 4,4 Monaten. Beide Unterschiede waren statistisch signifikant.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »