Mittwoch, 17. März 2010
Ärzte Zeitung, 09.12.2009

Strahlen werden direkt auf den Tumor fokussiert

BERLIN (eb). Für Menschen mit Lungenkrebs, die aufgrund ihres Alters oder schwerer Begleiterkrankungen nicht operiert werden können, steht mit der stereotaktischen Strahlentherapie eine wirksame Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung. Dieses sehr präzise Verfahren kann das Wachstum kleinerer Tumoren in der Lunge stoppen.

Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) aus Anlass neuer Studienergebnisse hingewiesen, die Wissenschaftler beim Jahreskongress der American Society for Radiation Oncology vorgestellt haben. Bei der stereotaktischen Strahlentherapie werden die Strahlen aus vielen Richtungen auf den Tumor gelenkt. Wie in einem Brennglas bündeln sie sich im Tumorherd. Jeder einzelne Strahl ist relativ schwach. Im Tumor werden sehr hohe Dosierungen erreicht.

Weitere Top-Meldungen

Union macht Druck bei Reform für Ärzte

Nicht auf die lange Bank schieben - aus Sicht der Unions-Gesundheitspolitiker zeichnet sich bereits heute Regelungsbedarf für die ärztliche Vergütungssystematik ab. Der Koalitionsvertrag verpflichtet das Bundesgesundheitsministerium, die Resultate der Honorarreform zu überprüfen. mehr »

Feine Tentakeln helfen Krebszellen, sich in fernen Körperregionen festzusetzen

Ein Eiweißmolekül, das im Zusammenhang mit der Alzheimer-Demenz bekannt geworden ist, macht offenbar die Metastasierung bei Krebspatienten möglich. Es sorgt dafür, dass sich die Zellen in tumorfernen Regionen, zum Beispiel in der Lunge, festsetzen können. mehr »

Seltene Blutanomalie bei Pechstein nachgewiesen

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) führt die auffälligen Blutwerte der deutschen Eisschnellläuferin Claudia Pechstein zu 99,99 Prozent auf eine blande hereditäre Sphärozytose mit beschleunigtem Erythrozytenabbau zurück. mehr »