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NSCLC

Glycodelin schützt Embryo und Tumor

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HEIDELBERG. Das Nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom (NSCLC), macht sich wohl einen natürlichen Schutzmechanismus aus der Schwangerschaft zunutze, wie Forscher der Sektion Translationale Forschung aus der Thoraxklinik am Uniklinikum Heidelberg gezeigt haben.

Zu Beginn der Schwangerschaft schützt das Protein Glycodelin den Embryo vor Abstoßung. Das NSCLC sowie seine Metastasen schütten - bei Frauen und Männern - ebenfalls Glycodelin aus und unterdrücken so wahrscheinlich in ihrer unmittelbaren Umgebung Abwehrreaktionen des Immunsystems, heißt es in einer Mitteilung der Uniklinik Heidelberg.

Die Forscher zeigten zudem: Das Protein ist im Blut nachweisbar und könnte sich als Biomarker für Früherkennung und Verlaufskontrolle eignen (Clin Cancer Res. 2015 Aug 1;21(15): 3529-40).

Die Forscher verglichen den Glycodelin-Spiegel in konservierten Blutproben von mehr als 25 Patienten mit deren Krankheitsverlauf. "Die Konzentration von Glycodelin im Blut korrelierte sehr gut mit dem Therapieansprechen oder dem Fortschreiten der Erkrankung", wird Erstautor Dr. Marc Schneider zitiert.

Schlug eine Chemotherapie an oder wurde der Tumor entfernt, sei der Glycodelinspiegel gesunken. Wuchs der Tumor weiter oder bildeten sich im späteren Verlauf Metastasen, stieg die Konzentration an. (eb)

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