Ärzte Zeitung, 22.02.2010

Blutmarker für das Krebsrisiko nach Organtransplantation

OXFORD (ple). Bei Patienten mit einer Spenderniere lässt sich das Risiko für eine Hautkrebserkrankung möglicherweise an bestimmten Immunzellen im Blut ablesen.

Aufgrund der immunsuppressiven Therapie, mit der die Abstoßung eines Transplantats verhindert werden soll, kann bekanntlich das Risiko für eine Krebserkrankung erhöht sein. Im Vergleich zur übrigen Bevölkerung ist für diese Patienten das Risiko bis zum Sechsfachen erhöht.

Die immunsuppressive Therapie über mehrere Jahre führt dazu, dass auch die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines bestimmten Hautkrebses, nämlich eines Plattenepithelkarzinoms, deutlich erhöht ist. Nach zehn Jahren Immunsuppression bekommen etwa 30 Prozent der Organempfänger diesen Krebs.

Das Immunsystem der Transplantat-Empfänger mit Hautkrebs genauer angeschaut haben sich jetzt britische und australische Immunologen (J Am Soc Nephrol online). Patienten, bei denen viele regulatorische T-Zellen und nur wenige natürliche Killerzellen im Blut waren, hatten ein um das Fünffache höheres Risiko, Hautkrebs zu bekommen, als Patienten mit unveränderten Zellspiegeln.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »