Ärzte Zeitung, 23.04.2010

Immer mehr Deutsche erkranken an Hautkrebs

BERLIN (sun). Seit etwa zwei Jahrzehnten nimmt die Anzahl der Hautkrebserkrankungen stetig zu - besonders junge Frauen und ältere Männer sind von der Erkrankung betroffen. Darauf haben der Berufsverband der Deutschen Dermatologen und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) anlässlich der diesjährigen Euro-Melanomwoche in der Zeit vom 3. bis 8. Mai aufmerksam gemacht.

Immer mehr Deutsche erkranken an Hautkrebs

Braune Haut gilt bei jungen Frauen als schön, zu viel Sonne verstärkt aber das Hautkrebsrisiko. © imago/blickwinkel

Allein 2008 habe es rund 194 000 Hautkrebsneuerkrankungen gegeben - darunter verschiedene Formen wie der helle sowie der schwarze Hautkrebs, erläuterte DDG-Generalsekretär Professor Rudolf Stadler in Berlin. Damit steige die Anzahl der Erkrankten bundesweit jährlich um etwa fünf bis sechs Prozent. Mit der Hautkrebsfrüherkennung gelinge es, einen vergleichbaren Anstieg der Sterberate zu verhindern, so Stadler. Wichtig seien in jedem Fall eine wirksame Prävention und eine frühzeitige Diagnostik. "Je früher ein Melanom entdeckt werde, desto besser sind die Heilungs- und Überlebenschancen", betonte Privatdozent Dr. Uwe Trefzer, Leiter des Melanomcentrums an der Berliner Charité. Die Diagnose Hautkrebs käme schon längst nicht mehr einem Todesurteil gleich.

Seit Juli 2008 wird flächendeckend ein Hautkrebs-Screening angeboten. Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf eine von ihrer Kasse bezahlte Vorsorge-Untersuchung. Da aber auch jüngere Menschen von Hautkrebs betroffen sein können, wäre es sinnvoll die Leistung auszuweiten, so Stadler.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »

Wer nicht hören will, den soll die Kita künftig melden

Prävention mit Drohgebärden: Künftig will das Bundesgesundheitsministerium nicht nur mit Bußgeld drohen, sondern auch die Kitas einspannen, um die Verweigerer einer verpflichtenden Impfberatung herauszufischen. mehr »