Ärzte Zeitung, 10.03.2004

KOMMENTAR

Überzeugungsarbeit für Darmgesundheit

Von Ingeborg Bördlein

Die BASF-Studie zum Nutzen der betrieblichen Darmkrebs-Vorsorge belegt, daß solches Screening Sinn macht: Krebsvorstufen oder Krebs in Frühstadien mit guten Heilungschancen werden entdeckt; dem Betrieb und der Gesellschaft bleiben so Ausgaben durch manifeste Krebserkrankungen erspart.

Was allerdings zu denken gibt: Nicht einmal die Hälfte derer, denen eine Koloskopie empfohlen wurde, wurde letztlich so auch untersucht. Offensichtlich werden also Vorsorgeangebote trotz verstärkter Aufklärung in der Bevölkerung noch zu wenig angenommen.

Was Hausärzte dagegen tun können, ist bekannt: Überzeugungsarbeit - auch wenn deren Honorierung noch Wünsche offen läßt! Vielleicht sollte dabei außer dem positiven Test auf Blut im Stuhl auch die positive Familienanamnese als Darmkrebs-Risikofaktor stärker berücksichtigt werden.

Die BASF-Studie legt nämlich nahe, daß gerade das alleinige Vorliegen einer familiären Belastung mit Darmkrebs von Betroffenen - aber auch von Ärzten - relativ häufig nicht als ausreichender Anlaß für eine Koloskopie genommen wird. Die Fachgesellschaft DGVS empfiehlt aber auch hier vorsorgliche Koloskopien - aus gutem Grund!

Lesen Sie dazu auch:
Erfolgreiches Darmkrebs-Screening im Betrieb

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