Direkt zum Inhaltsbereich

Kampagne läßt Koloskopie-Rate steigen

BERLIN (gvg). Vor allem vom Engagement der niedergelassenen Ärzte hängt es ab, ob eine Kampagne zur Darmkrebs-Prävention Erfolg hat. Das belegen Untersuchungen aus Brandenburg, die jetzt auf dem 27. Deutschen Krebskongreß in Berlin vorgestellt wurden.

Veröffentlicht:

Ziel der im Jahr 2002 ins Leben gerufenen, unter anderem von der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg getragenen Initiative "Brandenburg gegen den Darmkrebs" war es, die Menschen ab 55 Jahren zur empfohlenen Vorsorge-Koloskopie zu ermutigen. Inhalt der Aktion waren eine Medienkampagne, Aufklärungsveranstaltungen durch Ärzte sowie individuelle Informationsgespräche in den beteiligten Arztpraxen.

Das Engagement zeigte Wirkung, wie Dr. Wilfried Pommerien vom Städtischen Klinikum Brandenburg berichtete: "Brandenburg schneidet bei der Darmkrebs-Prävention besser ab als der Bundesdurchschnitt." So lag die Inanspruchnahme der Koloskopie in der berechtigten Bevölkerung im Jahr 2004 bei 4,7 Prozent. Das ist mehr als 50 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 3,1 Prozent.

Außerdem war der Anteil der Männer mit 44 Prozent überdurchschnittlich hoch, bundesweit liegt er unter 40 Prozent. Pommerien führt das auch auf die ärztliche Informationsarbeit in Baumärkten zurück. Auch daß jeder Vierte, der sich koloskopieren ließ, jünger als 60 Jahre war, sei ein Erfolg der Initiative. Bundesweit ist es nur jeder Fünfte.

Die Brandenburger Landkreise schneiden dabei unterschiedlich gut ab. Das lag nicht an der Bevölkerungsstruktur, wie eine gezielte Auswertung der Daten ergab. "Das einzige, was für den Erfolg relevant war, war das Engagement der Niedergelassenen und der Lokalpresse", betonte Pommerien.

In dieselbe Richtung deutet auch eine Verbraucherstudie, die Teil der Initiative war. Sechs von zehn Befragten nannten Hausärzte als wichtige Informationsquelle für die Darmkrebs-Prävention, hieß es beim Krebskongreß. Freunde waren für 45 Prozent der Befragten eine wichtige Informationsquelle, Medien für 30 Prozent.

Weitere Infos zum Kongreß unter http://www.krebskongress2006.de/

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Elternzeit, Krankheitsvertretung und Co.

Befristete Arbeitsverträge: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

Ernährungsberatung

Schilddrüse: Vegane Ernährung verschärft Jodmangel

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Lesetipps
Ein Stapel mit vielen Büchern

© Frank Rumpenhorst/dpa

State-of-the-Art

Was in den Praxisempfehlungen und Leitlinien der DDG neu ist

Blick über die Schulter eines Trompeters, der ein Konzert spielt.

© Kitreel / Stock.adobe.com

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte