Studie zum Screening mit Koloskopie

BERLIN (gvg). In einer Großstudie im Saarland wird derzeit geklärt, wie stark sich die Sterberate bei Dickdarmkrebs durch eine Teilnahme am Koloskopie-Screening tatsächlich senken läßt. Die Aufnahme von Probanden in die Studie läuft bereits.

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Insgesamt sollen die Daten von 10 500 Menschen ausgewertet werden, die sich in 25 gastroenterologischen Praxen im Saarland bis Juni 2008 einer Screening-Koloskopie unterziehen. Die Inzidenz des kolorektalen Karzinoms und die Sterblichkeit bei dieser Erkrankung werden dann mit denen von Menschen verglichen, die sich nicht koloskopieren lassen.

Die Mortalitätsdaten liefert dabei das saarländische Krebsregister, das als sehr umfangreich gilt und deswegen epidemiologische Studien ohne aufwendige individuelle Nachverfolgung der Teilnehmer ermöglicht.

Die Initiatoren der Studie erhoffen sich auch Infos darüber, wie sich Menschen, die am Screening-Programm teilnehmen, psychosozial von denen unterscheiden, die nicht daran teilnehmen. Das erläuterte Dr. Hermann Brenner vom Deutschen Zentrum für Alternsforschung in Heidelberg auf dem Deutschen Krebskongreß.

Die KolosSal-Studie (Effektivität der Früherkennungskoloskopie - Eine Saarland-weite Studie) ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Krebsforschungszentrums, des Zentralinstituts für Kassenärztliche Versorgung und des Saarländischen Krebsregisters. 1500 Koloskopien wurden bereits gemacht. Erste Ergebnisse zur Mortalität werden nach drei Jahren erwartet.

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