Ärzte Zeitung, 03.03.2008

Epidemiologie

Mehr als 71 000 Menschen sind im Jahr 2007 in Deutschland an Darmkrebs erkrankt, etwa 30 000 daran gestorben - das sind knapp 40 Prozent der Neuerkrankten.

Wird ein Kolonkarzinom in den lokalisierten Stadien I oder II entdeckt, leben nach fünf Jahren noch 92 Prozent der Patienten, im Stadium II mit lokalisierten Metastasen 60 Prozent, im Stadium IV mit Fernmetastasen nur 6 Prozent.

Gerade 5 Prozent der Patienten mit Darmkrebs sind jünger als 40 Jahre. Der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr. 70 Prozent der Erkrankungen werden zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr festgestellt.

Darmkrebs ist in Europa die zweithäufigste Krebsart. 2006 machte Brustkrebs 13,5 Prozent der Tumoren aus, Darmkrebs 12,9 Prozent. Bei der Darmkrebs-Inzidenz steht Deutschland für Frauen an erster, für Männer an vierter Stelle. Die niedrigsten Raten für beide Geschlechter hat Griechenland. « Seit Einführung der Koloskopie als Screening sind Tests auf okkultes Blut in Deutschland rückläufig: 2002 waren es knapp 8 Millionen, 2005 nur noch 4,5 Millionen. (ars)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »