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Rauchen: 20 Prozent mehr Dickdarmkrebs

MAILAND (hub). Rauchen lässt nicht nur die Haut altern, sondern auch den Darm alt aussehen. Denn der Giftcocktail im Tabakrauch erhöht das Risiko für Dickdarmkrebs. Das hat eine Metaanalyse bestätigt.

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Für die Analyse hatten Forscher aus Italien aus Datenbanken 121 Studien einbezogen. Die Ergebnisse: Raucher haben ein 20 Prozent erhöhtes Risiko, Dickdarmkrebs zu bekommen. Die Forscher vom europäischen Krebsinstitut in Mailand errechneten eine jährliche Erkrankungsrate von 66 pro 100 000 - bei Nichtrauchern von 55 pro 100 000. Das Risiko von Rauchern, an Dickdarmkrebs zu sterben, ist 25 Prozent höher - verglichen mit Nichtrauchern (JAMA 300, 2008, 2765). Dabei haben die Forscher einen signifikanten Dosiseffekt beobachtet. Das Risiko steigt mit der Zahl der pro Jahr konsumierten Zigaretten. Einbezogen in die Analyse der Kolon-Ca-Inzidenz waren 121 Studien, in die Analyse der Sterberate 17 Studien.

In einer früheren Metaanalyse hatten die Forscher aus Mailand bereits eine um 80 Prozent höhere Rate adenomatöser Polypen im Kolorektum von Rauchern nachgewiesen (Gastroenterol 134, 2008, 388). Warum die jetzt beobachtete Krebsrate niedriger ist, erklären sie so: Die Latenzzeit zwischen Rauchen und der Entwicklung eines Kolon-Ca könne sehr lang sein.

 

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