Ärzte Zeitung, 18.05.2012

Betablocker senken Darmkrebsrisiko nicht

HEIDELBERG (eb). Seit Jahren gab es Hinweise, dass Betablocker das Krebsrisiko beeinflussen. Labortests zufolge hemmen sie Noradrenalin, das Wachstum und Verbreitung von Krebszellen fördert. Forscher aus Heidelberg haben die Hypothese für Darmkrebs widerlegt (Cancer 2012, online 14. Mai).

Sie hatten 1762 Darmkrebspatienten und 1708 Kontrollpersonen befragt. Fazit: Betablocker, gleich welche Präparate, senken das Risiko für Darmkrebs, gleich in welchem Abschnitt, selbst bei langer Medikation nicht.

Zwar ergab sich für fortgeschrittene Tumoren ein gesteigertes Risiko, aber die Fallzahlen waren sehr gering.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »