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Neue Studie bestätigt

Darmspiegelung spürt Krebs früh auf

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Mit einer Koloskopie lässt sich Darmkrebs gut aufspüren.

Mit einer Koloskopie lässt sich Darmkrebs gut aufspüren.

© Sasa I. / panthermedia.net

Das Koloskopie-Screening wirkt bei der Früherkennung von Krebs: Wie eine neue US-Studie belegt, sinkt für die Teilnehmer die Rate von fortgeschrittenem Darmkrebs um satte 70 Prozent!

Von Beate Schumacher

PHILADELPHIA. Inwieweit verringert sich das Risiko für fortgeschrittenen Darmkrebs durch ein Koloskopie-Screening?

Das haben Forscher um Dr. Chyke Doubeni von der University of Pennsylvania in einer vom US-National Cancer Institute finanzierten Studie untersucht.

Dazu wurden Daten von 471 Krankenversicherten mit fortgeschrittenem kolorektalen Karzinom (Stadium IIB oder höher) verglichen mit Daten von 509 Versicherten ohne Krebs (Ann Intern Med 2013; 158: 312).

Ergebnis: Von den Erkrankten hatten sich nur 13 (2,8 Prozent ) in zehn Jahren vor Krebsdiagnose einer Koloskopie zur Früherkennung unterzogen, in der Kontrollgruppe waren es immerhin 46 Personen (neun Prozent).

Damit lag das Risiko für fortgeschrittenen Darmkrebs nach Koloskopie um etwa 70 Prozent niedriger.

Diese Quote blieb auch dann weitgehend unverändert, wenn die Nutzung anderer Präventionsangebote, Komorbiditäten und sozioökonomischer Status der Versicherten berücksichtigt wurden.

Wirkung bei beiden Kolons

Die präventive Wirkung betraf gleichermaßen Karzinome des rechten und des linken Kolons. Das war auch ein wesentlicher Unterschied zur Screening-Sigmoidoskopie, die von 19,5 Prozent der Patienten und 34 Prozent der Kontrollpersonen in Anspruch genommen worden war.

Sie minderte zwar die Rate von Karzinomen ab Stadium IIB im linksseitigen Kolon in gleichem Maß wie die Koloskopie, hatte aber keinen Einfluss auf das Auftreten von Karzinomen im rechtsseitigen Kolon.

Koloskopien, die zur Überwachung oder zu diagnostischen Zwecken durchgeführt wurden, hatten ebenfalls eine präventive Wirkung; sie war aber etwas schwächer als die der Screening-Koloskopien.

Deutsche Studienergebnisse bestätigt

"Das Koloskopie-Screening geht einher mit einem deutlich reduzierten Risiko für primäre fortgeschrittene kolorektale Karzinome, und zwar auch im rechten Kolon", so das Fazit der Forscher.

Eine Fall-Kontroll-Studie von Professor Hermann Brenner vom DKFZ Heidelberg war vor zwei Jahren zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.

Hier war eine Koloskopie in den vergangenen zehn Jahren mit einem um 78 Prozent und 83 Prozent verringerten Risiko für kolorektale Karzinome der Stadien III und IV assoziiert gewesen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Gute Gründe für Koloskopien

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