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Darmkrebs

Koloskopie für die Vorsorge unerlässlich

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BERLIN. Der Verzehr von rotem Fleisch und Wurstwaren ist nur eines von fünf bekannten Lebensstilrisiken für den Darmkrebs, erinnert die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

Viele Tumore sind genetisch bedingt und deshalb auch bei einer gesunden Ernährung nicht sicher vermeidbar. Die beste Vorsorge bleibe die regelmäßige Darmspiegelung, so die DGVS.

Im Rahmen der Vorsorge-Koloskopie finden Ärzte bei 31 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen Polypen, hat eine kürzlich erschienene Studie ergeben (Gastroenterology. 2015; 149(2): 356-66).

Mit der Darmkrebsvorsorge lässt sich das individuelle Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um bis zu 80 Prozent senken, betont die DGVS.

Mehr als 62.000 Menschen erkranken in Deutschland an Darmkrebs und fast die Hälfte stirbt daran. Ein ungesunder Lebensstil gilt als wichtiger Auslöser. Neben den jetzt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als krebserregend eingestuftem roten Fleisch und Wurstwaren gehören auch übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel zu den anerkannten Risikofaktoren.

"Aber selbst das Meiden aller fünf bekannten Risiken kann das Darmkrebsrisiko allenfalls um ein Viertel senken", wird DGVS-Mediensprecher Professor Christian Trautwein, Direktor der Medizinischen Klinik III am Universitätsklinikum Aachen, in der Mitteilung zitiert.

 Denn viele Ernährungs- und Umweltrisiken sind noch nicht bekannt. Zudem haben etwa ein Viertel aller Darmkrebspatienten ein erhöhtes Risiko aufgrund ihrer Erbanlagen. (eb)

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