Ärzte Zeitung, 01.08.2016

Forschung

Neues Gen für erblichen Darmkrebs entdeckt

BONN. Eine DNA-Mutation und damit eine neue Form des erblichen Darmkrebses haben Humangenetiker der Universität Bonn entdeckt. In einer DNA-Analyse von 100 Polyposis-Patienten entdeckten sie Veränderungen im Gen MSH3, das für die Reparatur der Erbsubstanz zuständig ist, wie die Universität mitteilt. Polyposis-Patienten haben besonders viele Dickdarmpolypen, die normalerweise gutartig sind, sich jedoch zu Tumoren auswachsen können. Die Folge: Darmkrebs.

Die Forscher untersuchten auch die Folgen der Mutation. Ohne das MSH3-Protein komme es in verschiedenen Geweben zu genetischen Fehlern. Diese nicht reparierten Mutationen führen dann unter anderem zum gehäuften Auftreten von Polypen im Dickdarm. Die Ergebnisse wurden im "American Journal of Human Genetics" veröffentlicht (online 28. Juli). (mmr)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »