Ärzte Zeitung, 27.01.2004

Neue Hoffnung bei hartnäckigem Lymphom

SAN DIEGO (pr). Patienten mit rezidivierendem oder therapierefraktärem Non-Hodgkin-Lymphom können von einer Kombinationstherapie mit Oblimersen plus Rituximab profitieren. Sogar eine Komplettremission ist hiermit möglich.

Das noch nicht zugelassene Oblimersen ist ein Antisense-RNA-Präparat, das die Synthese des Krebsproteins Bcl-2 verhindert. Frühere Untersuchungen ließen vermuten, daß das Präparat eine Chemotherapie unterstützen kann. In einer Studie mit 20 Patienten, die an einem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt waren, wurde geprüft, ob sich damit die Behandlung mit dem monoklonalen Antikörper Rituximab (MabThera®) verbessern läßt.

Wie auf einer Onkologen-Tagung in San Diego in Kalifornien von Professor Barbara Pro aus Houston in Texas berichtet wurde, sprachen alle Patienten zuvor auf im Mittel zwei Chemotherapie-Zyklen nicht an. Sie hatten zuvor kein Rituximab bekommen.

Von 15 Patienten, deren Studiendaten bisher ausgewertet wurden, sprachen fünf gut auf die neue Therapie an. Ein Patient mit dem Mukosa-assoziierten Lymphom MALT hatte durch die Therapie eine komplette Remission, vier Patienten eine partielle. Bei sieben Patienten schritt die Erkrankung dank der Behandlung zumindest nicht weiter fort.

Oblimersen wurde intravenös verabreicht, und zwar in der ersten, dritten und fünften Woche täglich. Rituximab wurde sechsmal wöchentlich intravenös gespritzt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »