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Imatinib nützt CML-Patienten auch langfristig

FRANKFURT AM MAIN (hbr). Die Behandlung mit Imatinib hilft Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) dauerhaft. Die größte Chance auf ein progressionsfreies Überleben haben dabei Kranke, die rasch auf die Behandlung ansprechen.

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Das belegen Daten der IRIS-Studie (International Randomized Interferon versus STI571 Study) nach 42 Monaten Behandlung. Die Studiendaten hat Professor Andreas Hochhaus von der Universität Heidelberg bei einer Veranstaltung des Unternehmens Novartis in Frankfurt am Main vorgestellt. 1106 neu diagnostizierte Patienten mit Philadelphia-Chromosom-(Ph)-positiver CML haben an der Studie teilgenommen.

Das Ph-Chromosom entsteht durch wechselseitigen Austausch von DNA-Abschnitten zwischen zwei Chromosomen, wodurch ein neues Gen entsteht. Das führt zu einer übermäßig aktiven Tyrosinkinase und unkontrollierter Zellproliferation. Der Enzymhemmer Imatinib (Glivec®) hemmt diese Kinase und dadurch die unkontrollierte Zellvermehrung.

In der Studie erhielten die Patienten als Ersttherapie täglich 400 Milligramm Imatinib oder eine Kombination aus Interferon-alpha plus ARA-C (Cytarabin). Die Kombi-Therapie war zu Beginn der Studie im Jahr 2000 bei CML-Patienten Standard. Nach 42 Monaten betrug das Gesamtüberleben in der Imatinib-Gruppe 91 Prozent. Darunter waren auch Patienten mit einer Stammzelltransplantation. "Das erreichte bisher keine Therapie auch nur annähernd", so Hochhaus.

Ein langfristiger Vergleich mit dem Ergebnis der Kombinationstherapie ist allerdings nicht möglich, da die meisten Patienten im Lauf der Studie zu Imatinib wechselten - von je 553 Teilnehmern zu Studienbeginn sind derzeit noch 416 Patienten in der Imatinibgruppe und nur 24 in der Kombinationstherapie-Gruppe.

Eine komplette hämatologische Remission mit Normalisierung des Blutbildes sei in der Imatinibgruppe bei 98 Prozent erreicht worden, bei 84 Prozent eine komplette zytogenetische Remission - Ph-Chromosom also nicht mehr nachweisbar -, so Hochhaus.

Dabei ist ein früher Therapieerfolg günstig: Bei vollständigem zytogenetischem Ansprechen nach einem Jahr und mindestens 1000facher Abnahme der für CML charakteristischen Gen-Transkripte betrug die Chance auf Progressionsfreiheit nach 42 Monaten 98 Prozent.

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