Forschung und Praxis, 01.08.2005

Rituximab eignet sich auch als Erhaltungstherapie

Die Remissionsdauer bei Lymphom-Patienten kann nahezu verdoppelt werden, wenn sie nach Beendigung einer Einstiegsbehandlung mit Rituximab plus Chemotherapie eine Erhaltungstherapie mit dem monoklonalen Antikörper bekommen.

Der monoklonale Antikörper Rituximab bindet spezifisch an das CD20-Antigen, das auf der Oberfläche der meisten Lymphomzellen vorhanden ist. So wird die körpereigene Abwehr gegen die CD20-tragenden Zellen aktiviert. Foto: Hoffmann-La Roche

Dies ist das Ergebnis einer klinischen Studie der Deutschen Studiengruppe Niedrigmaligne Lymphome (GLSG). In die auf dem ASCO vorgestellte Untersuchung wurden 184 Patienten mit aggressivem Mantelzell-Lymphom und indolentem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) aufgenommen.

Alle Patienten hatten als Einstiegsbehandlung randomisiert vier Zyklen FCM (Fludarabin, Cyclophosphamid, Mitoxantron) mit oder ohne Rituximab (MabThera®) erhalten. Während nach Ende der Einstiegstherapie die eine Gruppe nur beobachtet wurde, erhielt die zweite Gruppe nach drei und neun Monaten die Erhaltungstherapie mit Rituximab.

Das Ergebnis: Die Patienten mit der Erhaltungstherapie waren nach mehr als drei Jahren noch in Remission. Die Remissionsdauer der Patienten im Beobachtungs-Arm betrug dagegen 19 Monate. (otc)

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