Ärztliche Allgemeine, 12.12.2005

Leukämien und Lymphome

Einen großen Fortschritt in der Leukämie-Behandlung hat es in den vergangenen Jahren durch die Einführung des Tyrosinkinase-Hemmers Imatinib zur Behandlung von Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie gegeben. Inzwischen gibt es fünf Jahre Therapieerfahrung mit dem neuartigen Medikament, mit dem langanhaltende Remissionen möglich sind.

Erfolge gibt es auch bei Patienten mit einem Non-Hodgkin-Lymphom. So kann die Remissionsdauer bei Lymphom-Patienten nahezu verdoppelt werden, wenn sie nach Beendigung einer Einstiegsbehandlung mit Rituximab plus Chemotherapie eine Erhaltungstherapie mit dem monoklonalen Antikörper bekommen. Selbst nach drei Jahren sind die Patienten noch in Remission.

Auch bei Patienten mit follikulärem Lymphom (B-Zell-Lymphom) gibt es durch neue Therapieansätze eine Verbesserung des Behandlungsergebnisses im Vergleich zu früher. So ist eine Verlängerung des Überlebens durch den zusätzlich zur Chemotherapie verabreichten Antikörper Rituximab möglich.

Selbst wenn Patienten auf diesen Antikörper nicht mehr ansprechen, können sie von einer Radioimmuntherapie mit 90Y-Ibritumomab-Tiuxetan profitieren. Die ist als Standardbehandlung bei Patienten möglich, die ein CD20-positives follikuläres B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom haben und nach Chemotherapie oder einer Therapie mit dem CD20-Antikörper Rituximab ein Rezidiv erleiden oder nicht mehr darauf ansprechen. Mit dieser Therapie ist eine Remissionsrate von etwa 50 Prozent erreichbar. (ple)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »